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Makroaufnahmen von Insekten – Tipps

August 1st, 2010

In unserem Garten tummeln sich natürlich gerade jetzt sehr viele unterschiedliche Insekten – darunter auch Hummeln und Grashüpfer. Bei der Makroaufnahme dieser Insekten habe ich einige Erfahrungen machen müssen bis ich einigermaßen brauchbare Fotos hinbekommen habe.

  1. Zunächst einmal habe ich den Autofocus an der Kamera auf Spot und nicht auf automatisch gestellt. Bei einer automatischen Aufotokus-Wahl der Kamera hat das Makroobjektiv (Sigma 50 mm) zu häufig auf unwesentliche Bildbestandteile (z.B. den Lavendel) fokussiert und nicht auf das Insekt. Es ist wie bei der Model-Fotografie: Man fotografiert das Modl und nicht das Bett ;)
  2. Zum zweiten habe ich dann eine kleinere Blende von mind. f8 bis f11 oder noch höher gewählt, um die Tiefenschärfe etwas zu reduzieren. Ansonsten bekommt man Bildteile des Insekts im Hintergrund nur sehr unscharf auf’s Foto.
  3. Dadurch wurde jedoch die Belichtungszeit erhöht, was wiederum zu Bewegungsunschärfe geführt hat. Da ich keinen Makro-Ringblitz besitze, habe ich den ISO-Wert auf automatisch gesetzt – was bei meiner Kamera eine Spannweite von ISO 200 bis 800 bedeutet. Die körnigeren Bilder mit einem höheren ISO-Wert sind dann der Preis für ein insgesamt schärferes Makrofoto.
  4. Um ein schnelles Fokussieren zu ermöglichen und den Autofokus nicht erst “auf Reisen zu schicken”, habe ich den Fokussiermodus am Makroobjektiv auf “Limit” gestellt. So wird nur in einem bestimmten Nahbereich fokussiert.
  5. Bei Tieraufnahmen generell ein guter Tipp: Immer auf die Augen fokussieren, so bekommt man auch ansprechende Makroaufnahmen hin.

Hier dann das Ergebnis einer Gartensession am frühen Abend:

Hummel auf Lavendel

Hummel auf Lavendel

Hummel auf Lavendel - gut zu sehen: Die Facettenaugen

Hummel auf Lavendel - gut zu sehen: Die Facettenaugen

Kleiner Grasshüpfer auf einem Rosenblatt

Kleiner Grasshüpfer auf einem Rosenblatt

Buchempfehlungen:

Ein Kleiber im Gehölz Bodenburgallee

April 15th, 2007

Kleiber

Man muß nur mit offenen Augen (und schußbereiter Kamera) durch die nähere Umgebung streifen. Dann trifft man in dieser Jahreszeit eine Vielzahl an aktiven Tieren an. Aktiv vor allem in Hinblick auf Paarung und Brutaufzucht. Dieses Jahr haben wir damit begonnen, uns die Vogelwelt einmal näher zu betrachten.
Heute habe ich mein neues Objektiv (Sigma 18-200 mm) bekommen und habe mich nach Feierabend gleich auf den Weg gemacht, um ein paar Testbilder zu schießen. Dabei ist mir dann auch dieser Kleiber über den Weg gelaufen. Genauer gesagt, bin ich durch seinen Artgenossen (einen Baum weiter) auf ihn aufmerksam geworden. Dieser besagte Artgenosse war nämlich gerade dabei, sein ergattertes Samenkorn an der Rinde aufzuschlagen. Das klang ein wenig nach Specht. Diesen Kerl hatte ich dann mehrfach fotografiert, bis das hier gezeigte Exemplar ebenfalls in meiner Nähe landete und sich und seine Beute stolz präsentierte.