Ich habe mir bei Moleskine im Online Shop ein Lego Moleskine Notizbuch Large vorbestellt, nachdem ich im Blog von Nico Lumma darauf aufmerksam geworden bin. Der Auslieferungstermin sollte Ende Februar / Anfang März sein. Nun ist es aber schon gekommen – viel schneller als gedacht. Und ich muss sagen: Es ist richtig cool. Hier haben sich zwei Marken gefunden, um der mittlerweile etwas älteren “Generation Lego” einen Mehrwert zu liefern. Nun muss ich nur noch in den Lego Store nach Hamburg, um ein bisschen Spielmaterial zu besorgen.
Als ich 2008 nach Hong Kong reiste, habe ich mir die Frage gestellt, wie ich all die zu erwartenden Reiseeindrücke und Erlebnisse wohl am besten festhalten kann. Dabei bin ich dann schnell auf die Moleskine City Notebooks gekommen. Diese kleinen, handlichen Notizbücher in typischer Moleskine-Ausstattung (stabiler schwarzer Einband, Gummiband, Falttasche im Umschlag) sind extra dafür gemacht, Reisenotizen festzuhalten. Die City Notebooks sind von den Maßen her vergleichbar mit einem DIN A6 Notizbuch und haben 228 Seiten, davon viele Farbseiten mit Straßenkarten.
Auf ca. 44 Seiten hat man Platz, seine Notizen und Gedanken frei aufzuschreiben und so einen eigenen Reisebericht zu verfassen. Das Buch ist in darüber hinaus in 12 Bereiche aufgeteilt, in denen man seine Erlebnisse, Plätze, Restaurants, Shoppinggelegenheiten etc. notieren kann. Von diesen 12 Bereichen sind sechs fest vorgegeben:
Food: places, legends, recipes
Drinks: bars, wineries, stories
Sleep: places dreams, adventures
People: names, faces, encounters
Places: info, shopping, art
Books, music, movies
Die anderen sechs Abschnitte lassen sich mit Hilfe von Aufklebern auf den Tabs leicht individualisieren. Für mich kommt z.B. auch ein “Foto”-Abschnitt in Frage, in dem ich interessante Locations vermerke, an denen es sich lohnt, zu fotografieren.
Der eigentliche Mehrwert dieser City Notebooks besteht für mich allerdings auch in den detaillierten Stadtplänen, die sich in jedem City Notebook im vorderen Teil befinden. Diese Karten kommen von Mairdumont und bieten in Kombination mit dem Straßenregister eine wertvolle Orientierungshilfe während des Aufenthalts. Außerdem ist auch noch eine “City Transport Map” des jeweiligen Verkehrsverbunds mit dabei. Für die Hamburg-Ausgabe des City Notebooks ist das z.B. der HVV und für Hong Kong die MTR. Sehr praktisch, um sich für die jeweils richtige Straßen-, U- oder S-Bahn zu entscheiden.
Am Ende eines jeden City Notebooks von Moleskine sind einige Seiten zu finden, aus denen man vorperforierte Notizzettelchen reißen kann. Praktisch für den altmodischen Austausch von Telefonnummern o.ä. – wenn man sich nicht gleich bei Facebook connecten will.
Mittlerweile gehören die City Notebooks von Moleskine für mich zum festen Reisebegleiter und ich möchte sie nicht mehr missen, wenn ich privat oder geschäftlich in eine der verfügbaren Städte reise. Neben einigen deutschen Städten (Hamburg, Berlin, München) gibt es auch viele für europäische (z.B. Prag, Paris, London), US-amerikanische und asiatische Städte.
Im Zeitalter von E-Mail, Twitter und Facebook ist das Schreiben mit der Hand auf Papier ziemlich außer Mode gekommen. Schnell wird mal eine Kurznachricht per Skype an die eigenen Kontakte gesendet oder eine Statusmeldung auf Facebook gibt kund, dass man gerade an der Supermarktkasse wartet. Auch die eigenen Notizen werden schnell in den Laptop gehackt – wenn man ihn denn griffbereit hat.
Ich habe gerade oder trotz dieser Kommunikationsmöglichkeiten großen Spaß an der handschriftlichen Notiz oder auch dem Post-Brief – letzteres, ich gebe es zu, jedoch viel zu selten. Dabei bin ich dann weniger der Typ, der den Werbekuli zieht, sondern ich ziehe höherwertige Füller, Kugelschreiber oder Tintenroller vor. Je nach Anlass und aktueller Laune variiert das. Dabei bin ich nicht so dogmatisch wie man es früher vielleicht in der Schule war – dort war man entweder “Geha” oder “Pelikan”. Ich war beides, was mir besser gefallen hat, kann ich heute nicht mehr sagen. Später kam dann Lamy dazu. Dabei bin ich bis zum Ende meiner Schulzeit geblieben.
Lamy Accent
Heute schreibe ich natürlich nicht mehr mit Schulfüllern. Bei Lamy bin ich jedoch geblieben. Die Qualität der Schreibgeräte ist in einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis und die verschiedenen Designer, die für Lamy gearbeitet haben, geben den Stiften und Füllern einen individuellen Stil. Meine persönlichen Favoriten kommen dabei aus der Accent-Reihe. Diese Lamy Serie zeichnet sich durch schlichtes, moderndes Design aus und kommt in zwei Grundfarben daher. Palladium und Schwarz.
Individuelle Griffstücke für den Lamy Accent
Der Clou an Lamy Accent ist dabei das austauschbare Griffstück, welches dem Stift eine indiviuelle Note verleiht. Es gibt insgesamt fünf Griffe. Für die Palladiumvariante gibt es drei: Aluminium blau eloxiert, Aluminium eloxiert und schwarzes Kautschuk. Für die schwarze Accent-Reihe gibt es zwei Varianten: Rhodium Metallringe und Bruyere Wurzelholz, was sehr edel wirkt.
Schreiben in gewohnter Lamy-Qualität
Die Lamy Accent Stifte liegen allesamt sehr gut in der Hand, haben einen ausgewogenen Durchmesser. Es gibt ja Füller für Menschen mit Wurstfingern (sehr dick) und Stifte, die eher an Streichhölzer erinnern. Dies ist bei den Accent Schreibgeräten nicht der Fall. Ich persönlich finde das sehr angenehm.
Die Verarbeitung ist sehr solide, jedoch haben die Griffstücke aus Kautschuk die etwas unangenehme Eigenschaft, sich nach längerer Zeit vom Trägermetall zu lösen, so dass sich das Gummi etwas (wenn auch nicht viel) verschiebt. Wer es dann ganz genau nimmt, wird sich daher bald ein neues Griffstück zulegen. Auf der anderen Seite ist der Vorteil von Kautschuk klar zu erkennen: Beim Schreiben hat man einen sehr gut Halt und man verkrampft nicht.
Je nach Lust und Anforderung habe ich somit immer einen guten Stift zur Hand.
Lamy Accent Füller
Der Füller wird standardmäßig mit der mittleren Federbreite ausgeliefert, was ein ausgewogenes Schriftbild ergibt. Der Tintenfluss ist kontinuierlich und wohldosiert. Natürlich wird der Füller mit fortschreitender Zeit immer besser, weil er eingeschrieben wird. Wer es etwas feiner mag, kann natürlich die Federstärke wechseln. Für Vielschreiber empfiehlt sich außerdem der Einsatz eines Konverters statt der Tintenpatronen. Der Lamy Konverter Z26
kann dann mit einem Tintenfass immer wieder aufgezogen werden. Zum Einsatz kommt der Schraubkonverter von Lamy. Das ist wichtig zu wissen, da es auch noch einen Steckkonverter gibt, der jedoch nicht für den Lamy Accent geeignet ist.
Übrigens: Eine gute Zusammenfassung über die Federstärken und -eigenschaften von Lamy-Füllern findet sich im Blog von bureau direct.
Lamy Accent Palladium Füller mit Feder M
Lamy Accent Tintenroller
Der Tintenroller ist wie der Füller mit einer Schraubkappe versehen. Äußerlich sind die beiden daher zunächst nicht zu unterscheiden. Jedoch hat Lamy sich hier etwas einfallen lassen. Die Kappe vom Tintenroller hat auf der Oberseite einen kleinen Punkt als Vertiefung im Palladium. Auf diese Weise kann man im Etui sofort erkennen, ob es sich um den Füller oder den Tintenroller handelt. Eine wie ich finde, pfiffige Idee.
Die Kappen von Tintenroller und Füller sind bei der Accent Reihe mit Punkt unterschieden
Als Mine kommt die Lamy M63 zum Einsatz. Wahlweise in Schwarz oder Blau. Ich persönlich bevorzuge das schwarze Schriftbild (im Gegensatz zum Füller). Die Mine ist moderat ergiebig. Der Nachteil ist, dass mit fortschreitendem Alter der Tintenfluss etwas zu sehr nachlässt. Ich habe oft das Gefühl, die Mine zu früh wechseln zu müssen. Hier könnte Lamy nachbessern. Ansonsten kann ich auch den Tintenroller sehr empfehlen und auf Grund der Rolleigenschaft und dem guten Handling des Stiftes selbst gibt es auch keine Krickelei, sondern das Schriftbild bleibt ansehnlich.
Lamy Accent Palladium Tintenroller in Gänze
Lamy Accent Palladium Tintenroller
Lamy Accent Kugelschreiber
Der Kugelschreiber der Accent Serie muss sich grundsätzlich nicht vor den anderen Stiften verstecken. Es ist letztlich eine Geschmacksfrage, ob man lieber mit dem Füller oder dem Kugelschreiber schreibt.
Kugelschreiber von Lamy Accent Palladium
Lamy Accent Palladium Kugelschreiber mit Mine
Das Handling ist ebenso angenehm wie das der anderen Stifte aus der Accent Serie. Als Mine kommt die M16 von Lamy zum Einsatz, die es ebenfalls in Blau oder Schwarz gibt. Meine ganz persönliche Erfahrung mit der blauen Mine ist, dass sie einen schlechteren Tintenfluss als die schwarze M16 Mine hat. Ich hatte immer das Gefühl, die Mine müsse gleich getauscht werden, obwohl ich sie gerade neu eingewechselt hatte. Komischerweise ist dies bei der schwarzen Mine nicht der Fall.
Lamy Accent Druckbleistift
Last but not least ist der Druckbleistift zu nennen. Ich persönlich schreibe nicht viel mit dem Bleistift, aber für Menschen, die im Büro das ein oder andere skizzieren möchten, ist dieser Stift sicherlich eine gute Ergänzung.
Radiergummikappe vom Lamy Accent Palladium Druckbleistift
Platz finden handelsübliche 0,5 mm Minen in der Kammer und der Druckbleistift ist mit einem kleinen Radiergummi unter der Palladium-Kappe versehen. Etwas nachteilig finde ich die Tatsache, dass sich die Metallspitze des Druckbleistifts nicht versenken lässt. Das könnte die Jackett-Tasche doch schonen. Ansonsten überzeugt der Druckbleistift mit gewohnter Lamy Qualität.
Fazit
Wer es modern und stilvoll zugleich mag, wird bei der Lamy Accent Reihe sicherlich fündig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut angemessen und die Verarbeitung und das Schreibverhalten von guter Qualität.