Adobe Lightroom 3 Beta online

Die Beta-Version von Adobe Lightroom 3.0 ist nun online. Man kann sie frei herunterladen. Voraussetzung ist ein Adobe Account. Die Datei für Mac ist ca. 68 MB groß, für Windows 120 MB. Fragt sich, warum die Windows-Version so viel größer ist…?

adobe-labs

Zu den Neuerungen von Adobe Lightroom 3 Beta zählen unter anderem:

  • Neue Architektur, die optimal auf stark wachsende und große Bildarchive ausgelegt ist
  • Verbesserte Rauschreduzierung für Aufnahmen mit hohen ISO-Werten
  • Wasserzeichenwerkzeuge
  • Diashows können als Video abgespeichert und mit Audio hinterlegt werden
  • Körnungstools, mit denen man seine Aufnahmen wie mit unterschiedlichem Filmmaterial aussehen lassen kann
  • Neuer Importworkflow
  • Flexiblere Onlinestellung von Fotogalerien und Anbindung an diverse Onlineplattformen wie z.B. flickr.com

Die Betaversion läuft bis Ende April 2010. Danach verfällt sie.

Fotobackups mit Lightroom & Chronosync

Neulich schrieb Martin Gommel in seinem Blog einen Artikel über Datensicherung von Fotos. Die Beteiligung anhand der Kommentare war sehr rege und auch ich schilderte kurz mein Vorgehen. Nun trat letzte Woche doch tatsächlich der unwahrscheinliche Fall eines Festplattenfehlers auf der Hauptplatte auf. Die LaCie Mobile Disk, auf der ich meine Fotos zur Bearbeitung und Archivierung ablege, wurde wohl etwas zu früh aus meinem MacBook gezogen (noch bevor die Platte ordnungsgemäß abgemeldet war) und dies führte zu einem ordentlich schwerwiegenden Fehler im Dateisystem.

Die Platte konnte auch von keinem Programm mehr repariert werden. Nach dem ersten Schockmoment wurde ich dann doch ruhiger – Dank meines regelmäßigen Backups waren keine Daten unwiederbringlich verloren. Was übrigens ebenfalls erstaunlich war: Die Daten konnten noch von der Platte kopiert werden (auch fehlerfrei), aber arbeiten war nicht mehr möglich. Also sicherte ich zum normalen Backup noch einmal die Daten von der defekten Platte und formatierte diese anschließend mit dem Festplattendienstprogramm neu.

Ich möchte an dieser Stelle einmal kurz den Weg aufzeigen, wie ich meine Daten sichere. Vielleicht dient es dem ein oder anderen als Anregung, damit eines Tages keine unangenehmen Überraschungen entstehen.

Sicherung des Lightroom Katalogs

Wenn man über Datensicherung nachdenkt, sollte man den Katalog definitiv mit einplanen. Nichts ist ärgerlicher (außer der Verlust der Originalfotos) als der Verlust aller Änderungen und Optimierungen an den Fotos bzw. der Verschlagwortung des Katalogs. Anders als die Fotos liegt der Lightroom Katalog auf meiner internen Festplatte. Dies bietet klare Geschwindigkeitsvorteile beim Arbeiten. Lightroom bietet von Haus aus eine gute Möglichkeit, den Katalog regelmäßig zu sichern. Dies geschieht über den Aufruf der Katalogeinstellungen im Lightroom Menü (bei Mac):

Lightroom Katalogeinstellungen aufrufen

Lightroom Katalogeinstellungen aufrufen

Im aufgehenden Dialogfeld lässt sich wählen, in welchem Turnus man den Katalog sichern möchte: einmal pro Monat, einmal pro Woche, einmal pro Tag, bei jedem Start oder nur beim nächsten Start. Die persönliche Intervallänge (ich weigere mich, so etwas mit drei L zu schreiben) hängt sicherlich von der eigenen Nutzungsintensität ab. Ich habe mich für wöchentlich entschieden.

Lightroom Katalogeinstellungen

Lightroom Katalogeinstellungen

Somit wäre der Lightroom Katalog im Falle eines Datenverlustes gut gesichert. Es versteht sich natürlich von selbst, dass das Backup-Medium nicht das gleiche ist wie das Originallaufwerk…

Sicherung der Fotos

Die Fotos liegen bei mir – wie schon erwähnt – auf einer externen Festplatte. Mit Hilfe des Programms „ChronoSync“ habe ich einen täglichen Mechanismus zur Spiegelung eingestellt. Das Programm bietet neben der Spiegelung natürlich auch echte Backup-Funktionalitäten. Der Unterschied zwischen „Spiegelung“ und „Backup“ ist der, dass beim echten Backup auch Daten erhalten bleiben, die irgendwann einmal auf dem Originallaufwerk gelöscht werden. Die Spiegelung stellt immer nur den aktuellen Status des Originallaufwerks her. Letztlich ist es eine Frage der eigenen Organisation, wie man die Fotos sichern möchte, ob als Backup oder als Spiegelung.

ChronoSync ist über das Hauptfenster sehr einfach einzustellen. Man wählt zwei Laufwerke aus und teilt dem Programm mit, in welche Richtung die Kopie laufen soll. Des Weiteren wählt man aus, ob Spiegelung oder Backup (das lässt sich auch bootfähig gestalten – ist aber für Fotos wohl unerheblich Winking.

Chronosync

Chronosync

Im nächsten Schritt gilt es dann, die Zeitplanung einzustellen. Das geschieht über den Button „Zur Zeitplanung hinzufügen…“. Dann öffnet sich ein Kalenderfenster, in dem man alle Einstellungen treffen kann.

Chronosync Zeitplanung

Chronosync Zeitplanung

Anschließend nur noch speichern und von nun an wird die Spiegelung im gewünschten Intervall vorgenommen.

Last but not Least: DVD-Sicherung

Für das gute Gefühl sollte man dann noch regelmäßig die Fotos auf DVD brennen und wegschließen. Dann können auch Wohnungsbrände oder Murphys Law einem wenig anhaben. Ich habe nämlich beim Zurückkopieren des Backups nur gedacht: „Was ist eigentlich, wenn Dir genau jetzt auch das Backup-Volume ausfällt?“

Geotagging am Mac – vereinfachter Workflow für Digitalfotos

Mit der Software HoudahGPS lässt sich der von mir beschriebene und recht umständliche Geotagging Workflow drastisch vereinfachen. Das Programm ist ein Frontend zum GPS Babel und konvertiert eine Vielzahl von spezifischen GPS-Formaten in GPX, NMEA oder KML (Google Earth).

Das Programm spricht direkt mit dem Garmin Edge 305 über USB und speichert die für GPS PhotoLinker GPX-Datei direkt auf die Festplatte. Einfacher geht’s nicht mehr:

  1. Foto-Session durchführen und dabei den Garmin mitlaufen lassen. Dabei auf Synchronität zwischen Satellitenzeit und Kamerazeit achten.
  2. Garmin an den Mac anschließen. HoudahGPS starten.
  3. Datei auslesen und als GPX speichern.
  4. Daten und Fotos in GPS PhotoLinker laden und synchronisieren.

Der ganze Kram mit dem Editieren der exportierten Garmin Trainingscenter Datei und das Konvertieren über gpsies.com entfällt somit. Eine echte Erleichterung!

Tutorial: Stürzende Linien mit Photoshop CS3 korrigieren

Wer in der Stadt unterwegs ist und hohe Gebäude fotografiert, hat meistens ein Problem mit dem Motiv: Stürzende Linien – das Motiv verjüngt sich wegen des niedrigen Aufnahmestandpunkts nach oben hin sehr stark und wirkt verzerrt. Die eleganteste Methode, diesem Problem zu begegnen, ist sicherlich die Verwendung eines Shift-Objektivs. Diese sind jedoch sehr teuer und daher eher den Profis vorbehalten oder aber – ganz pragmatisch – für den eigenen Kameratypen gibt es so etwas überhaupt nicht zu kaufen… Also muss man zu anderen Hilfsmitteln greifen und da ist Photoshop CS3 genau die richtige Wahl. Mit der Filterfunktion “Lens Correction” lassen sich die stürzenden Linien einigermaßen ausgleichen. Ausgangspunkt ist zunächst Adobe Lightroom, in dem die Originale verwaltet werden. Mit der rechten Maustaste auf das zu bearbeitende Foto klicken und dann “In Adobe Photoshop CS bearbeiten” klicken. Anschließend fragt Lightroom, ob eine Kopie oder das Original bearbeitet werden soll – eine Antwort darauf spare ich mir, jeder vernünftige Mensch weiß, was hier anzuwählen ist.

lighroom_photoshop_dialog

In Photoshop CS3 wählt man anschließend über das Menü “Filter”-”Distort” die Option “Lens Correction” aus.

photoshop_menu_lens_correction

In dem erscheinenden Dialog-Fenster stehen einem dann Funktionen zur Verfügung, die man teilweise schon aus Adobe Lightroom kennt, wie z.B. die Entfernung von chromatischen Aberationen oder die typische Linsenvignettierung bei sehr niedrigen oder großen Brennweiten. In Lightroom ist jedoch die Funktion “Transfomieren” nicht zu finden. Diese wird nun benötigt, um die stürzenden Linien zu korrigieren.

photoshop_lens_correction_01

Über die Schieberegler im Bereich “Transfomieren” läßt sich das Foto nun durch Verzerrung quasi wieder entzerren. Das Layoutraster hilft dabei, die Motivlinien senkrecht und waagerecht auszurichten.

photoshop_lens_correction_02

Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, bestätigt man die Änderungen über den “OK”-Button und man gelangt wieder in den Hauptmodus von Adobe Photoshop CS3 zurück. Dort lässt sich das Bild nun noch Beschneiden, damit es wieder in den Bilderrahmen passt. An dieser Stelle wird auch deutlich, dass man bereits beim Fotografieren erste Vorbereitungen für die Korrektur der stürzenden Linien treffen muss: Wer das Motiv formatfüllend bereits fotografiert, bekommt bei der Korrektur dann Probleme mit dem Beschnitt. Die Entfernung stürzender Linien erfordert immer Verlust an den Bildrändern. Daher sollte man bereits im Vorfeld genügend “Beschnittmasse” bei der Aufnahme vorsehen, welche dann ohne Wehmut der Korrektur zum Opfer fallen darf.

 

Hier nun noch einmal die beiden Bilder im direkten Vergleich:

kirche_korrigiertkirche_korrigiert

 

Geotagging am Mac mit Garmin Edge 305

Der Garmin Edge 305 eignet sich nicht nur als Fahrradcomputer, sondern auch als Instrument für das Geotagging von Digitalfotos. Eine Anleitung für Geotagging am Mac.

Folgende Dinge sind notwendig, um seine Digitalfotos mit Geokoordinaten in den EXIF-Daten zu erweitern:

  • Garmin Edge 305 (jedes andere GPS-Gerät wird es natürlich auch tun)
  • Die Freeware GPSPhotoLinker
  • Das Garmin Trainingscenter
  • Die Website www.gpsies.com oder eine vergleichbare Quelle, mit der man zwischen verschiedenen GPS Datenformaten konvertieren kann.
  • oder die Software GPSBabel

Vom TCX zum GPX

Zunächst installiert man sich die Software GPSPhotoLinker (einfach in das Programme-Verzeichnis vom Mac kopieren). Hat man das Programm geöffnet, gilt es eine GPX-Datei zu laden. Da der Garmin Edge 305 jedoch dieses Format von Haus aus nicht liefert, ist es zunächst nötig, den Track mit Hilfe von gpsies.com zu konvertieren. Dazu wechselt man in das Garmin Trainingscenter und exportiert den Track für die Weiterverarbeitung.

Dummerweise bietet die Macversion vom Garmin Trainingscenter nur die Möglichkeit, alle Trackdaten zu exportieren. Dies behinaltet sowohl die Historie, als auch die Trainings und Strecken. Im Ergebnis ist das exportierte File – je nach Aktivitäten – extrem groß, größer als von gpsies.com erlaubt (6 MB). In diesem Fall heißt es manuell Hand anzulegen und die TCX-Datei zunächst in einem Texteditor wie z.B. BBEdit zu öffnen und den überflüssigen Ballast rauszuwerfen. Dies muss sehr sorgfältig geschehen, denn wenn man zuviel löscht, kommt gpsies.com später mit der Datei nicht mehr klar. Die TCX-Datei ist dabei als XML angelegt und verfügt über Steuerzeichen, die an HTML erinnern. Dabei werden die “Menüstrukturen” des Trainingscenters in Tags abgelegt:

01bbedit_garmintracks

Sprich: Der Ordner Strecken wird im TCX-File mit “Courses” geöffnet und mit “/Courses” geschlossen. Dies trifft auch auf “Activities” und “Workouts” zu. Schon kann man überflüssige Teile entfernen, indem man alles, was zwischen den Tags liegt, markiert und entfernt. Dann kann man die Datei abspeichern und in der Regel liegt die Dateigröße dann deutlich unter dem gpsies.com Limit von 6 Megabyte.

Hat man die Dateihürde überwunden, kann man unter gpsies.com die Datei hochladen und als GPX exportieren.

TIPP:

Hier kann auch alternativ die Software GPSBabel ins Spiel kommen: Direkt aus dem Garmin Edge 305 lassen sich mit dieser Software die Daten auslesen und direkt in ein anderes Format speichern. Die Software ist einfach zu bedienen und läuft lokal auf dem eigenen Rechner.

GPSPhotoLinker

Die erzeugte GPX-Datei kann man nun ohne Probleme in den GPSPhotoLinker laden. Damit hat man dann den ersten Schritt abgeschlossen. Was nun noch fehlt, sind natürlich die Digitalfotos.

Einfach auf den Button “Load Photos” klicken und den Ordner mit den Digitalfotos auswählen. Die Fotos werden dann (auch als Pentax-RAW) im Vorschaufenster angezeigt.

Nun kann man die einzelnen Fotos anklicken und hat die Wahl der Qual zwischen “Preceding Track Point”, “Time weighted average point” und “Next track point”. Aus meiner Erfahrung heraus hat “Next track point” das beste Ergebnis gebracht. Wenn man sich nicht sicher ist, ob das die richtige Koordinate ist, kann man mit “View on map” die Ortsbestimmung auch in Google Maps vorher ansehen. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, klickt man auf “Save to photo”. Damit werden die Metadaten um die Geodaten erweitert.

Tipp:

Man sollte vor der Fotosession überprüfen, ob Kamera und GPS-Empfänger auch exakt die gleiche Zeit haben. Ich habe mir beim Garmin Edge daher eine Einstellung geschaffen, wo ich die Satellitenzeit angezeigt bekomme. Mit dieser vergleiche ich die Uhr der Kamera und stelle den Wert ggf. nach. Dann gibt es auch später keine Probleme bei der Zuordnung.

Batch-Betrieb vom GPSPhotoLinker

Neben den Reitern “Standard” und “Manual” gibt es auch den “Batch”-Betrieb. Damit kann man größere Mengen an Digitalfotos mit den Geo-Daten versehen. Um möglichst nahe an den tatsächlichen Standort zu gelangen, sollte man noch die Parameter Entfernung und Zeit einstellen (letzteres besonders wichtig). So wird verhindert, dass Digitalfotos die falschen Geo-Koordinaten erhalten.