Posts Tagged ‘Lightroom’

Adobe Lightroom 3 Beta online

November 6th, 2009

Die Beta-Version von Adobe Lightroom 3.0 ist nun online. Man kann sie frei herunterladen. Voraussetzung ist ein Adobe Account. Die Datei für Mac ist ca. 68 MB groß, für Windows 120 MB. Fragt sich, warum die Windows-Version so viel größer ist…?

adobe-labs

Zu den Neuerungen von Adobe Lightroom 3 Beta zählen unter anderem:

  • Neue Architektur, die optimal auf stark wachsende und große Bildarchive ausgelegt ist
  • Verbesserte Rauschreduzierung für Aufnahmen mit hohen ISO-Werten
  • Wasserzeichenwerkzeuge
  • Diashows können als Video abgespeichert und mit Audio hinterlegt werden
  • Körnungstools, mit denen man seine Aufnahmen wie mit unterschiedlichem Filmmaterial aussehen lassen kann
  • Neuer Importworkflow
  • Flexiblere Onlinestellung von Fotogalerien und Anbindung an diverse Onlineplattformen wie z.B. flickr.com

Die Betaversion läuft bis Ende April 2010. Danach verfällt sie.

Fotobackups mit Lightroom & Chronosync

August 14th, 2009

Neulich schrieb Martin Gommel in seinem Blog einen Artikel über Datensicherung von Fotos. Die Beteiligung anhand der Kommentare war sehr rege und auch ich schilderte kurz mein Vorgehen. Nun trat letzte Woche doch tatsächlich der unwahrscheinliche Fall eines Festplattenfehlers auf der Hauptplatte auf. Die LaCie Mobile Disk, auf der ich meine Fotos zur Bearbeitung und Archivierung ablege, wurde wohl etwas zu früh aus meinem MacBook gezogen (noch bevor die Platte ordnungsgemäß abgemeldet war) und dies führte zu einem ordentlich schwerwiegenden Fehler im Dateisystem.

Die Platte konnte auch von keinem Programm mehr repariert werden. Nach dem ersten Schockmoment wurde ich dann doch ruhiger – Dank meines regelmäßigen Backups waren keine Daten unwiederbringlich verloren. Was übrigens ebenfalls erstaunlich war: Die Daten konnten noch von der Platte kopiert werden (auch fehlerfrei), aber arbeiten war nicht mehr möglich. Also sicherte ich zum normalen Backup noch einmal die Daten von der defekten Platte und formatierte diese anschließend mit dem Festplattendienstprogramm neu.

Ich möchte an dieser Stelle einmal kurz den Weg aufzeigen, wie ich meine Daten sichere. Vielleicht dient es dem ein oder anderen als Anregung, damit eines Tages keine unangenehmen Überraschungen entstehen.

Sicherung des Lightroom Katalogs

Wenn man über Datensicherung nachdenkt, sollte man den Katalog definitiv mit einplanen. Nichts ist ärgerlicher (außer der Verlust der Originalfotos) als der Verlust aller Änderungen und Optimierungen an den Fotos bzw. der Verschlagwortung des Katalogs. Anders als die Fotos liegt der Lightroom Katalog auf meiner internen Festplatte. Dies bietet klare Geschwindigkeitsvorteile beim Arbeiten. Lightroom bietet von Haus aus eine gute Möglichkeit, den Katalog regelmäßig zu sichern. Dies geschieht über den Aufruf der Katalogeinstellungen im Lightroom Menü (bei Mac):

Lightroom Katalogeinstellungen aufrufen

Lightroom Katalogeinstellungen aufrufen

Im aufgehenden Dialogfeld lässt sich wählen, in welchem Turnus man den Katalog sichern möchte: einmal pro Monat, einmal pro Woche, einmal pro Tag, bei jedem Start oder nur beim nächsten Start. Die persönliche Intervallänge (ich weigere mich, so etwas mit drei L zu schreiben) hängt sicherlich von der eigenen Nutzungsintensität ab. Ich habe mich für wöchentlich entschieden.

Lightroom Katalogeinstellungen

Lightroom Katalogeinstellungen

Somit wäre der Lightroom Katalog im Falle eines Datenverlustes gut gesichert. Es versteht sich natürlich von selbst, dass das Backup-Medium nicht das gleiche ist wie das Originallaufwerk…

Sicherung der Fotos

Die Fotos liegen bei mir – wie schon erwähnt – auf einer externen Festplatte. Mit Hilfe des Programms „ChronoSync“ habe ich einen täglichen Mechanismus zur Spiegelung eingestellt. Das Programm bietet neben der Spiegelung natürlich auch echte Backup-Funktionalitäten. Der Unterschied zwischen „Spiegelung“ und „Backup“ ist der, dass beim echten Backup auch Daten erhalten bleiben, die irgendwann einmal auf dem Originallaufwerk gelöscht werden. Die Spiegelung stellt immer nur den aktuellen Status des Originallaufwerks her. Letztlich ist es eine Frage der eigenen Organisation, wie man die Fotos sichern möchte, ob als Backup oder als Spiegelung.

ChronoSync ist über das Hauptfenster sehr einfach einzustellen. Man wählt zwei Laufwerke aus und teilt dem Programm mit, in welche Richtung die Kopie laufen soll. Des Weiteren wählt man aus, ob Spiegelung oder Backup (das lässt sich auch bootfähig gestalten – ist aber für Fotos wohl unerheblich Winking.

Chronosync

Chronosync

Im nächsten Schritt gilt es dann, die Zeitplanung einzustellen. Das geschieht über den Button „Zur Zeitplanung hinzufügen…“. Dann öffnet sich ein Kalenderfenster, in dem man alle Einstellungen treffen kann.

Chronosync Zeitplanung

Chronosync Zeitplanung

Anschließend nur noch speichern und von nun an wird die Spiegelung im gewünschten Intervall vorgenommen.

Last but not Least: DVD-Sicherung

Für das gute Gefühl sollte man dann noch regelmäßig die Fotos auf DVD brennen und wegschließen. Dann können auch Wohnungsbrände oder Murphys Law einem wenig anhaben. Ich habe nämlich beim Zurückkopieren des Backups nur gedacht: „Was ist eigentlich, wenn Dir genau jetzt auch das Backup-Volume ausfällt?“

Tutorial: Stürzende Linien mit Photoshop CS3 korrigieren

November 24th, 2007

Wer in der Stadt unterwegs ist und hohe Gebäude fotografiert, hat meistens ein Problem mit dem Motiv: Stürzende Linien – das Motiv verjüngt sich wegen des niedrigen Aufnahmestandpunkts nach oben hin sehr stark und wirkt verzerrt. Die eleganteste Methode, diesem Problem zu begegnen, ist sicherlich die Verwendung eines Shift-Objektivs. Diese sind jedoch sehr teuer und daher eher den Profis vorbehalten oder aber – ganz pragmatisch – für den eigenen Kameratypen gibt es so etwas überhaupt nicht zu kaufen… Also muss man zu anderen Hilfsmitteln greifen und da ist Photoshop CS3 genau die richtige Wahl. Mit der Filterfunktion “Lens Correction” lassen sich die stürzenden Linien einigermaßen ausgleichen. Ausgangspunkt ist zunächst Adobe Lightroom, in dem die Originale verwaltet werden. Mit der rechten Maustaste auf das zu bearbeitende Foto klicken und dann “In Adobe Photoshop CS bearbeiten” klicken. Anschließend fragt Lightroom, ob eine Kopie oder das Original bearbeitet werden soll – eine Antwort darauf spare ich mir, jeder vernünftige Mensch weiß, was hier anzuwählen ist.

lighroom_photoshop_dialog

In Photoshop CS3 wählt man anschließend über das Menü “Filter”-”Distort” die Option “Lens Correction” aus.

photoshop_menu_lens_correction

In dem erscheinenden Dialog-Fenster stehen einem dann Funktionen zur Verfügung, die man teilweise schon aus Adobe Lightroom kennt, wie z.B. die Entfernung von chromatischen Aberationen oder die typische Linsenvignettierung bei sehr niedrigen oder großen Brennweiten. In Lightroom ist jedoch die Funktion “Transfomieren” nicht zu finden. Diese wird nun benötigt, um die stürzenden Linien zu korrigieren.

photoshop_lens_correction_01

Über die Schieberegler im Bereich “Transfomieren” läßt sich das Foto nun durch Verzerrung quasi wieder entzerren. Das Layoutraster hilft dabei, die Motivlinien senkrecht und waagerecht auszurichten.

photoshop_lens_correction_02

Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, bestätigt man die Änderungen über den “OK”-Button und man gelangt wieder in den Hauptmodus von Adobe Photoshop CS3 zurück. Dort lässt sich das Bild nun noch Beschneiden, damit es wieder in den Bilderrahmen passt. An dieser Stelle wird auch deutlich, dass man bereits beim Fotografieren erste Vorbereitungen für die Korrektur der stürzenden Linien treffen muss: Wer das Motiv formatfüllend bereits fotografiert, bekommt bei der Korrektur dann Probleme mit dem Beschnitt. Die Entfernung stürzender Linien erfordert immer Verlust an den Bildrändern. Daher sollte man bereits im Vorfeld genügend “Beschnittmasse” bei der Aufnahme vorsehen, welche dann ohne Wehmut der Korrektur zum Opfer fallen darf.

Hier nun noch einmal die beiden Bilder im direkten Vergleich:

kirche_korrigiertkirche_korrigiert