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Reisedokumentation in einem Fotobuch

January 27th, 2010

Wer eine Reise unternimmt wird in der Regel auch seine Fotoausrüstung mitnehmen und zahlreiche Fotos vom Urlaubsort machen. Was liegt dann näher als die Erinnerungen später einem Bildband zu archivieren. Ich selbst bin gerade dabei, von einer Hong Kong Reise eine solche Reisedokumentation anzulegen und habe mich gefragt, was man eigentlich alles beachten sollte, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Einige Vorbereitungen für die Dokumentation beginnen nämlich schon bei der Reise selbst, andere betreffen den Gestaltungsprozss des Fotobuchs.

Software von Cewe Fotobuch

Während der Reise hatte ich z.B. meinen Garmin Edge GPS Tracker dabei, um die Fotos geografisch zuordnen zu können. Dies ist später bei der Erstellung des Fotobuchs von Vorteil, weil man dann z.B. in Google Maps nachschauen kann, wo genau das Foto aufgenommen wurde. Für das Fotobuch kann man dann eine Hintergrundstory über den Platz, das Gebäude, den Ort recherchieren und als Text zu den Fotos mit hinzunehmen. Insbesondere bei Rundreisen oder in Großstädten hilft das ungemein. An anderen Tagen hatte ich beispielsweise den Tracker nicht dabei und schon wußte ich bei einem Foto nicht, welches Gebäude ich da fotografiert hatte.

Es empfiehlt sich außerdem, einige Dinge in der Fotoausrüstung immer dabei zu haben:

  • GPS-Tracker
  • Taschenstativ (z.B. das Gorilla Pod von Joby)
  • Kugelkopf für das Stativ, um die Ausrichtung unkompliziert vornehmen zu können
  • Polfilter

Welche Motive gehören in ein Reise Fotobuch?

In eine Reise Fotobuch gehören natürlich auch die richtigen Motive. Folgende Fotos sollten auf keinen Fall fehlen:

  • Landestypische Aufnahmen, z.B. Märkte, Basare oder Sehenswürdigkeiten
  • Bei der Aufnahme von Sehenswürdigkeiten solltet Ihr versuchen, eine Perspektive einzunehmen, die sonst so nicht üblich ist und von den Postkartenmotiven abweicht. So kann man sich z.B. auf eine Parkbank stellen, um eine leicht erhöhte Position einzunehmen.
  • Sehenswürdigkeiten, die man vor lauter Touristen nicht mehr sehen kann, sind natürlich nicht der Hit für das eigene Fotobuch, jedoch sollte man nicht ganz auf Menschen verzichten, da das Motiv sonst sehr schnell steril wirkt. Tipp: Entweder etwas früher aufstehen und den Platz besuchen oder erst später hingehen. So kann man dann auch statt der Touris Einheimische als Motiv erwischen.
  • Typische Details: Taxen, Schilder, Straßenschilder
  • Farbenfrohe Aufnahmen, um später ggf. Collagen bilden zu können.
  • Aufnahmen zu Sonnenaufgang oder -untergang haben deutlich mehr Stimmung als Fotos, die zur Mittagszeit aufgenommen wurden und harte Lichter und Schlagschatten beinhalten.
  • Typische Szenen in dem Land, das können z.B. Markt- und Verkaufsszenen sein. Frage aber vorher bei der Person nach, ob sie fotografiert werden möchte.
  • Wer partout nicht weiss, was die Sehenswürdigkeiten sind, kann natürlich auch einen Blick auf die dortigen Postkartenständer werfen und sich dort Anregungen holen. Mein Eindruck ist, dass der Anspruch an Postkarten oft gar nicht so hoch ist und daher die Chancen gut stehen, selbst bessere Fotos für das Fotobuch zu machen.

Garküche in Hong Kong Kowloon

Straßenszenen eignen sich hervorragend für ein Reise Fotobuch

Bilder in Lightroom importieren, verschlagworten und geotaggen

Die Bilder lassen sich einfach in Lightroom importieren, indem man den Kartenleser an den PC oder Mac anschließt, Lightroom startet und aus “Fotos vom Gerät importieren” aus dem Datei-Menü wählt. Der Dialog kann entsprechend eingestellt und die Schlagworte festgelegt werden. Ich treffe darüber hinaus die Einstellungen, dass alle RAW-Fotos in das DNG-Format von Adobe konvertiert werden.

Bevor ich nun die Fotos für das Fotobuch in Lightroom weiter bearbeite, wechsel ich zu GPSPhotoLinker, um den Fotos die Geokoordinaten mitzugeben. Wie das genau funktioniert, habe ich in diesem Artikel erläutert.

Die richtige Bildauswahl mit Lightroom für das Fotobuch

Nun  geht es zunächst um die richtige Bildauswahl für das Fotobuch. Die Kunst besteht darin, aus den hunderten von Aufnahmen die herauszufiltern, die man später für das Fotobuch verwenden möchte. Lightroom bietet hier tolle Auswahltools:

  • Zuerst browse ich durch alle Aufnahmen und entferne diejenigen, die ganz offensichtlich nichts geworden sind: Unscharfe Fotos, der falsche Bildausschnitt etc. – alles kommt wird in Lightroom als “Abgelehnt” markiert (Taste “X”).
  • Anschließend schaue ich mir die übrigen Fotos an – insbesondere ähnliche Motive. Diese vergleiche ich über die Vergleichen-Funktion. Wähle dazu die beiden betreffenden Fotos aus und drücke die Taste “C”. Nun lassen sich beide Fotos direkt in einer Ansicht miteinander vergleichen. Das bessere Bild bekommt dann eine Markierung, z.B. über Sterne oder die Taste “P” für “Markiert”

Fotos in Lightroom auswählen

Auf diese Weise lässt sich die Bilderflut schon dramatisch reduzieren und die Fotoauswahl für das Fotobuch auf ein gesundes Maß herunterbringen. Ich persönlich bin ein Freund von wenigen, großen Fotos auf den Seiten, daher gehe ich davon aus, dass ich pro Seite ca. 2 bis 4 Fotos max. benötige.

Idealerweise legt man die Fotos in eine eigene Kollektion, um den Überblick zu bewahren. Übrigens: Der Photoshop Guru Scott Kelby hat einen sehr guten Workflow für die Auswahl von Fotos in einem Reise Fotobuch.

Nachbearbeitung von Fotos

Für mich typische Nachbearbeitungsschritte von Fotos sind die folgenden:

  • Ausrichtung des Horizonts und Auswahl des Bildausschnitts
  • Entfernen von Staubflecken die auf dem Sensor der Kamera waren
  • Korrektur der Belichtung und der Kontraste von Fotos

Recherche von wissenswerten Informationen

Wenn ich anschließend mit den Fotos zufrieden bin, geht es für mich an die Recherche von wissenswerten Informationen zu den Plätzen und Motiven, die ich fotografiert habe. Am einfachsten ist es natürlich, etwas zur Entstehungsgeschichte der Fotos zu sagen. Andere Quellen können sein:

  • Wikipedia
  • Reiseführer
  • Spezielle Websites zum Thema, z.B. findet man sehr gute Informationen über Hochhäuser in der Welt auf skyscraperpage.com/
  • Offizielle Websites des Reiseortes
Fotobuch Doppelseite mit der Software von CEWE FOTOBUCH

Kleine Texte zur Entstehung von Fotos geben dem Fotobuch eine besondere Wertigkeit

Mir ist in diesem Zusammenhang immer wichtig, dass ich die Informationen nicht einfach nur kopiere, sondern mit meinen eigenen Worte beschreibe und meine eigenen Eindrücke mit in das Fotobuch einfließen lasse. Schließlich handelt es sich bei dem Bildband um ein individuelles Fotobuch und nicht um gekaufte “Dutzendware”.

Frans Lanting: Naturfotograf aus Leidenschaft

December 12th, 2009

Schon bevor ich selbst das Fotografieren als Hobby entdeckte, faszinierte mich der Bildband “Auge in Auge” (engl.: Eye to eye) von Frans Lanting. Lanting zählt sicherlich zu den bekanntesten und besten Natur- und Wildlife-Fotografen und daher möchte ich ihn und seine Arbeit in einem kurzen Porträt vorstellen.

Website von Frans Lanting

Website von Frans Lanting

Frans Lanting wurde 1951 in Rotterdam geboren. Er studierte Environmental Economics an der dortigen Erasmus-Universität und schloss 1977 mit dem Master ab. Nach dem Studium emmigrierte er in die USA, wo er in Santa Cruz Umweltplanung studierte. Hier entschied er sich, sich ganz der Fotografie zu widmen. Dabei ging er im Wesentlichen autodidaktisch vor.

Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Magazinen (GEO, National Geographic u.v.a.) und Bildbänden veröffentlicht. 1991 wurde er zum Wildlife Photographer of the Year der BBC gekürt. Lanting gehört der Royal Photographic Society London an.

Lantings Fotoreisen führten in die unterschiedlichsten Regionen. 1993 veröffentlichte er den Bildband Okawango. Afrikas letztes Paradies, weitere Reisen führten in die Antarktis zu den Pinguinen, nach Borneo in die Regenwälder oder nach Peru.

Seine bekanntesten Bildbände sind sicherlich Auge in Auge, Jungles und LEBEN – Eine Reise durch die Zeit. Alle drei sind sehr lohnenswerte Dokumentationen. Der Bildband Leben bringt übrigens ein Gewicht von 3 kg auf die Waage. ;) Lantings Anspruch an seine Arbeit besteht auch darin, auf die Schönheit der Natur aufmerksam zu machen und darauf hinzuweisen, wie schützenswert unsere Umwelt ist.

Wer mehr über Frans Lanting, seine Arbeit und seine Fotografien erfahren möchte, dem kann ich folgende Links empfehlen:

  1. Website von Frans Lanting
  2. GEO-Portfolio “Frans Lanting”
  3. Gallery von Frans Lanting

Die Bildbände von Frans Lanting kann man bei Amazon.de kaufen:

Fotowettbewerb von Cewe Fotobuch

October 17th, 2009

Der Fotobuch Anbieter Cewe Color veranstaltet noch bis zum 30. November einen Fotowettbewerb zum Thema „Portrait + Emotion“. Die beste Arbeit wird mit 2.000 EUR ausgezeichnet. Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis von 500 EUR für das beste rote Portrait- und Emotionen Foto.

Urlaubsfotos – rein ins Fotobuch

July 10th, 2009

Im zweiten Teil: Fotobücher – die Fotoalben für Digitalfotos. Mit einer Gestaltungssoftware werden die eigenen Fotos auf den einzelnen Seiten angeordnet. Anschließend kann man seinen ganz persönlichen Bildband bei einem Fotodienstleister bestellen. Ideal für alle Arten von Anlässen (z.B. Hochzeit, Taufe, Urlaub etc.)

Wer schon einmal einen professionellen Bildband in der Hand hatte (z.B. von Frans Lanting oder GEO), wird sich sicher auch schon einmal gefragt haben, ob das für die eigenen Fotos nicht auch der richtige Rahmen wäre. Diese Möglichkeit bieten mittlerweile viele Fotodienste an.

Formate für alle Anlässe

Ähnlich wie bei Bildbänden gibt es zahlreiche unterschiedliche Formate in Größen und Bindungen bzw. Einbände. Es gibt kleine Hefte, die an die alten Pixi-Hefte erinnern, genauso wie es Bücher bis zum Format 40×30 und größer gibt. Je nach Typ sind die Größen dann auch geheftet, flexibel mit einem weichen Einband versehen oder richtig als Buch gebunden und mit hartem Deckel versehen. Den Umschlag kann man dann auch meistens frei gestalten, so dass bereits von außen zu erkennen ist, was der Inhalt des Fotobuchs ist.

Druckverfahren

Die allermeisten Fotobücher werden im Digitaldruck-Verfahren gedruckt, also anders als Fotoabzüge nicht auf echtem Fotopapier gedruckt. Die Qualität ist dennoch in der Regel sehr gut und entspricht durchaus den Qualitätsansprüchen, welche man auch an professionelle Bildbände aus dem Buchhandel hat. Die Papiere sind in der Regel um die 160g/qm schwer, so dass das eigene Fotobuch auch nicht wie eine Lutherbibel in der Haptik wirkt.

Gestaltung

Um ein Fotobuch gestalten zu können, bedarf es zunächst einer Gestaltungssoftware. Diese wird von den Fotobuch-Anbietern kostenlos angeboten. Man lädt sich die Software auf seinen Rechner, installiert sie und kann dann mit der Gestaltung des eigenen Fotobuches beginnen. Eine Variante für Internetbrowser gibt es meines Wissens derzeit nicht, da zu viele Hürden im Weg stehen: Welcher Browser wird verwendet? Welche Zusatzprogramme wie z.B. Java müssen installiert sein? Was passiert mit Fotobüchern, die man noch nicht fertig hat – kann man diese abspeichern?

Hat man die Software einmal installiert, ist die Bedienung relativ einfach. Lediglich der eigene Anspruch an das Fotobuch entscheidet über die Erstellungsdauer. So bietet z.B. das Cewe Fotobuch einen komfortablen Assistenten an, der die ausgewählten Bilder in einen guten Layoutvorschlag bringt. Das reduziert die Gestaltungszeit um einiges. Der Assistent ersetzt das eigene Layouten jedoch nicht vollständig. Die eigentliche Arbeit geht dann erst los: Jede Seite kann individiuell gestaltet werden, häufig möchte man ja auch einen erklärenden Text zu den Fotos schreiben oder weitere, eingescannte Dokumente wie z.B. Eintrittskarten dazupacken.

Bestellung des Fotobuchs

Ist man mit seinem Fotobuch-Layout zufrieden, geht es an die Bestellung des Ganzen. Je nach Anbieter kann man die Datei dann aus der Software heraus direkt an den Anbieter hochladen oder eine CD mit den Bestelldaten für das Fotobuch brennen und diese im Geschäft abgeben (wie man das früher mit den analogen Filmen gemacht hat – einfach in die Fototüte stecken). Das fertige Fotobuch wird einem dann entweder per Post zugeschickt oder man kann es bei manchen Anbietern wie den Drogeriemärkten im Geschäft an der Fototheke abholen.

Fotobuch zur Taufe

March 14th, 2009

Wer auf eine Taufe eingeladen ist, fragt sich oft, was man den Taufeltern bzw. dem Taufkind schenken kann. Wenn man dann bei Google nach Taufgeschenken schaut, findet man viele Ideen, davon etliche Klassiker wie z.B. eine Taufbibel. Probiert es hier mal aus:

Googlesuche „geschenke zur taufe“

Eine etwas unkonventionelle Idee ist in meinen Augen ein individuelles Fotobuch zur Taufe. Das bietet sich insbesondere für nahestehende Verwandte an, die auch schon Fotos vom Kind und den Eltern haben. Wer dann die Taufe fotografiert, hat hinterher genug Material zusammen, um ein Fotobuch für die Eltern und das Taufkind anzufertigen. Ein Fotobuch zur Taufe wird sicherlich auch noch Jahre später angeschaut und verschwindet nicht einfach in einer Kiste wie möglicherweise andere Geschenke.

Anbieter von Fotobüchern gibt es viele, siehe hier:

Googlesuche „fotobuch“

Aus meiner Sicht sollte man dann allerdings zu einem Produkt auf Fotopapier greifen, da hier aus meiner Erfahrung die Brillianz der Bilder besonders gut herauskommt.

Noch ein Tipp zum Schluss: Bevor es losgeht mit dem Fotografieren bei der Taufe sollte man natürlich vorher abstimmen, ob fotografieren (insbesondere während der Taufzeremonie) überhaupt erwünscht ist. So hat die z.B. die württembergische Landesynode entschieden, dass während der Taufzeremonie selbst nicht fotografiert werden darf, um die „besinnliche und feierliche Atmosphäre“ nicht zu stören.

Auf jeden Fall sollte man auf das Blitzen in der Kirche verzichten. Also empfiehlt sich schon einmal ein lichtstarkes Objektiv für die Taufe. Je lichtstärker die Technik ist, desto weniger Bildrauschen entsteht (niedrigerer ISO-Wert notwendig). Das tut dem Fotobuch zur Taufe sicherlich hinterher auch ganz gut.

Welche Motive dürfen auf keinen Fall fehlen?

  1. Täufling & Eltern in der Kirche
  2. Pastor bei der Predigt
  3. Paten
  4. Taufkerze
  5. Natürlich die eigene Taufzeremonie
  6. Familienfotos vor der Kirche