Test: Manfrotto Kugelkopf Mini 494RC2

February 24th, 2010 by Florian 1 comment »

Der Manfrotto Kugelkopf 494RC2 ist ein kleiner, kompakter Stativkugelkopf, welcher auch auf kleinere Objektive, wie z.B. dem Joby GorillaPod SLR-Zoom passt. Aus diesem Grunde hatte ich mich vor einiger Zeit auf die Suche nach einem Kugelkopf gemacht, welches auch über eine Schnellspannplatte verfügt. Das ewige Geschraube am GorillaPod mit der Kamera ist auf Dauer nämlich nicht nur nervig gewesen, sondern auch umständlich und zeitraubend, wenn es um die schnelle Rüstzeit ging.

Nach einiger Recherche bin ich dann auf das Manfrotto 494RC2 gekommen. Dieses bietet neben der Schnellspannplatte auch noch eine weitere Schraube für die Friktion. Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich der Kugelkopf weiter stabilisieren, so dass auch sehr schwere Kameras / Objektive getragen werden können.

Die Verarbeitung des Manfrotto 494RC2 ist so gut, wie man das von Manfrotto gewohnt ist: Sehr solide und wertig. Der Kugelkopf arbeitet präzise und hält auch schwere Kamera-Objektiv-Kombinationen. Mit Hilfe einer Adapterschraube von 3/8 auf 1/4 lässt sich das Manfrotto 494RC2 hervorragend an das Joby GorillaPod SLR-Zoom anschließen. Das GorillaPod SLR-Zoom hält inkl. des Manfrotto Kugelkopfs auch eine recht schwere Pentax K100 inkl. 50mm Makroobjektiv von Sigma.
Angenehm finde ich die Sicherheitsveriegelung der Schnellspannplatte. Mit Hilfe eines Stiftes, den man runterdrücken muss wird die Schnellspannung arretiert und die Kamera kann nicht durch unbeabsichtigtes Öffnen des Hebels vom Kugelkopf fallen.

Dabei ist das 494RC2 auch so gut, dass ich es ohne Weiteres auch an einem großen Stativ verwende (siehe Bild oben). Auch hier habe ich noch keine negativen Eigenschaften feststellen können.

Fazit

Das Manfrotto 494RC2 mit mitgelieferter Schnellspannplatte ist ein sehr gutes Kugelkopfgelenk für Stative. Durch seine solide Bauweise ist es vielseitig einsetzbar und genügt auch hohen Qualitätsansprüchen.

Test: Tamron SP AF 17-50 mm F2,8 LD Aspherical IF

February 22nd, 2010 by Florian 1 comment »

Tamron stellte mir freundlicherweise für einige Zeit ein Tamron SP AF 17-50mm F2,8 IF zur Verfügung, welches ich ausgiebig testen durfte. Die erste Testreihe musste ich allerdings zunächst abbrechen, da das Objektiv in einigen Brennweiten den Autofokus der Kamera nicht mehr erkannte und auch die Blendenanzeige mit “F: –” einen Fehler meldete. Über Twitter teilte mir Tamron mit, dass dies ein Kontaktfehler  ist, der im Service schnell zu beheben sei. Nach ca. einer Woche erhielt ich dann auch das Objektiv zurück und konnte mit dem Testen beginnen.

Das Tamron SP AF 17-50 mm F2,8 ist ein Standardzoom-Objektiv mit durchgehender Offenblende 2,8. Dadurch ist es auch in schwierigen Lichtverhältnissen einsetzbar. Die kleinste Blende ist F32.

Technische Daten und Ausstattung

Das Tamron SP AF 17-50mm macht einen sehr soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Das Gewicht liegt bei ca. 510 Gramm. Der Filterdurchmesser liegt bei 67mm und ist damit identisch mit dem Tamron 28-75 mm Objektiv. Ein Bildstabilisator ist im Objektiv nicht vorhanden, bei meiner Pentax wurde somit der interne Stabilisator der Kamera verwendet. Die größte Blende liegt durchgehend in allen Brennweiten bei F2,8. Dadurch ist das Tamron 17-50mm sehr lichtstark. Die Nahgrenze bei der längsten Brennweite soll lt. Stiftung Warentest bei 257 mm liegen.

Handhabung des Tamron SP AF 17-50 mm

Das Tamron SP AF 17-50 mm liegt gut in der Hand und hat einen angenehmen “Dreh” bei den Brennweiten. Die Brennweite lässt sich flüssig einstellen, nichtst hakelt oder ist zu leichtgängig, dass man über die gewünschte Brennweite hinaus dreht. Die Mechanik hat kein unangenehmes Spiel, sondern ist sehr direkt.

Der Autofokus ist sehr schnell und auch sehr präzise. So lassen sich auch bewegte Motive gut erfassen. Durch die Lichtstärke sind die Belichtungszeiten auch bei etwas schlechteren Lichtverhältnisse noch ganz passabel.

Abbildungsqualität und Abbildungsschärfe

Die Abbildungsqualität ist in meinen Augen sehr gut. Es gibt keine verwaschenen Bereiche, wie es oftmals bei sehr großen Zoom-Bereichen (z.B. 18-200 mm) vorkommt. Chromatische Aberationen, also Farbsäume an Hell-Dunkel-Übergängen oder unscharfe und dunstige Bildbereiche konnte ich während der Testphase des Tamron SP AF 17-50 mm F2,8 nicht feststellen.

Das Tamron SP AF 17-50 mm verzerrt im unteren Brennweitenbereich von 17 mm ganz leicht die Motive. Dies ist allerdings aus meiner Sicht nicht wirklich störend, es sei denn, man hält nach diesen Verzerrungen Ausschau, wie ich das beim Testen gemacht habe. Im Alltagsbetrieb sind mir die Verzerrungen nicht aufgefallen.

Erfreulich ist auch, dass das Tamron SP AF 17-50 mm keinen Randlichtabfall aufweist. Dieser äußert sich darin, dass bei gleichmäßig hellen Motiven (z.B. Himmel oder Hintergründe) die Ecken dunkler ausbelichtet werden als der Rest des Motivs.

Fazit

Das Tamron SP AF 17-50 mm F2,8 ist ein gutes Standardzoom-Objektiv, welches durch die große Offenblende von F2,8 auch in schwierigen Lichtverhältnissen zu überzeugen versteht. Der relativ günstige Preis von ca. 340 EUR macht es zu einer Kaufempfehlung. Allerdings: Die meisten Digitalen Spiegelreflexkameras enthalten heute beim Kauf meist ein sog. Kit-Objektiv, welches in der Regel einen Brennweitenbereich von 18-55 mm abdeckt. Dieses muss nicht schlechter sein als das Tamron SP AF 17-50 mm. Meist ist es nur ein wenig lichtschwächer, da die Kit-Objektive eine Lichtstärke von F3,5 bis F5,6 haben. Man sollte sich also überlegen, ob die durchgehend hohe Lichtstärke ein Kaufargument ist, wenn man bereits ein Kitobjektiv sein eigen nennt.

Pentax K-x in verschiedenen Farben

February 17th, 2010 by Florian 1 comment »

Pentax goes Farbvielfalt bei der Pentax K-x. Wie Pentax diese Woche angekündigt hat, wird es die DSLR K-x in acht weiteren verschiedenen Farben geben. Die Auflage ist limitiert und die Kamera wird mit dem schwarzen Kit-Objektiv 18-55 mm ausgeliefert. Folgende Farben sind ab März/April erhältlich:

  • Beige
  • Hellbraun
  • Schokolade
  • Metall Fuchsia
  • Metall Türkis
  • Metall Dunkelgrau
  • Olive grün
  • Pink

Zu den Leistungsmerkmalen der Kamera gehört:

  • 12 Megapixelsensor
  • HD-Video Funktion
  • Live View
  • Besonders kleines und kompaktes Gehäuse
  • Kameraintegrierte Shake Reduction für alle Objektive

Aus meiner Sicht eine witzige Idee für die Lifestlye-orientierte Kundschaft. Ich bin gespannt, wie sich die Absatzzahlen entwickeln und ob man demnächst tatsächlich auch Leute trifft, die mit diesem bunten Gerät durch die Gegend laufen. Ich persönlich halte es lieber schlicht schwarz. So wie ich meinen iPod übrigens auch gekauft habe. ;)

Test: Joby GorillaPod SLR-Zoom

February 14th, 2010 by Florian 1 comment »

Scott Kelby sagt: “Es gibt zwei Arten von Stativen: Die, die man leicht herumtragen kann und die guten.” Das Joby GorillaPod SLR-Zoomgehört sicherlich zur ersten Gattung von Stativen: Man kann es überall gut mithinnehmen. Vergleichbar mit vollwertigen Stativen ist es eh nicht – es ist als Reisestativ gedacht. Stellt sich nun die Frage, ob im Umkehrschluß das Joby GorillaPod dennoch etwas taugt. Vorab: Ja, aus meiner Sicht ist es ein gutes Taschenstativ. Aber der Reihe nach.

Lieferumfang und Verarbeitung

Das Joby GorillaPod SLR-Zoom wird inkl. einer Adapterschraube von 1/4 Zoll auf 3/8 Zoll ausgeliefert. So besteht die Möglichkeit, diverse Kugelköpfeaufzumontieren. Dazu später mehr. Das Stativ selbst besteht aus drei Beinen, die mit zahlreichen Gelenken versehen sind. So erhält das GorillaPod seine vom Hersteller versprochene Flexibilität. Joby verspricht sogar, dass man das Stativ z.B. an Laternenpfähle montieren kann. Wichtig ist natürlich, das die Gelenke auch im Dauergebrauch nicht zu wabbelig werden. Immerhin soll das GorillaPod SLR-Zoom eine DSLR inkl. Objektiv mit einem Maximalgewicht von 3.000 Gramm tragen können. Die drei Beine sind an den Füßen gummiert, so dass ein guter Stand gewährleistet wird. Insgesamt macht das GorillaPod einen gut verarbeiteten Eindruck.

Praxistauglichkeit

Das GorillaPod SLR-Zoom bringt ca. 240 g auf die Waage und eignet sich auf Grund seiner kompakten Maße (24,9 x 6,1 x 6,1 cm) sehr gut für die permanente Begleitung in der Fototasche. Das Stativ eignet sich für spontane Fotos sehr gut, allerdings empfiehlt es sich, einen Kugelkopf mit dabei zu haben: Ohne dauert die manuelle Montage ohne Schnellspannplatte doch etwas länger und ist etwas umständlich.

Joby GorillaPod im Einsatz

Ich verwende das GorillaPod regelmäßig mit einer recht schweren Pentax K100D und dem Tamron 28-75 mm Objektiv. Das Stativ hält beide Ausrüstungsgegenstände sehr gut und ohne nachzugeben. Durch die flexible Gelenkanordnung findet das GorillaPod auch auf unebenem Untergrund immer gut Halt. Insbesondere bei der Makrofotografie ist das bei bodennahen Motiven wichtig.

Bei der Verwendung des GorillaPods schalte ich die Kamera immer auf Selbstauslöser mit Spiegelvorauslösung. So minmiere ich die Verwacklungsgefahr. Das Joby-Stativ ist ja schon auf Grund seiner Gelenkkonstruktion und Leichtigkeit etwas anfälliger gegen Verwacklungen als Vollstative. Noch ein Tipp: Es empfiehlt sich, immer ein Bein des GorillaPods unter das Objektiv zu bringen. So erhöht sich die Stabilität enorm.

Das GorillaPod als Standobjektiv erlaubt zunächst nur Aufnahmen im Querformat. Für Aufnahmen im Hochformat muss man das Stativ um ene Stange oder ähnliches wickeln. Hier hat die Standfestigkeit des GorillaPods nicht überzeugt. Manchmal rutscht das Stativ runter oder die Kamera neigt sich während des Fotografierens gen Boden.

Die Konstruktion ohne Kugelkopf bedeutet natürlich, dass der Wechsel bzw. Abbau des Stativs etwas mühselig ist. Ich habe daher einen leichten Manfrotto Kugelkopf mit Hilfe der Adapterschraube montiert. Dies bietet zum einen den Vorteil der schnellen Montage durch die Schnellspannplatte, zum anderen gewinnt man dadurch noch mehr Flexibilität bei der Einstellung der Kamera auf das Motiv.

Kippelig wird die Angelegenheit jedoch sofort, wenn man z.B. noch ein externes Blitzlicht aufschraubt. Dann ist die Hebelwirkung so groß, dass das GorillaPod nicht mehr sicher steht.

Fazit:

Das Joby GorillaPod ist trotz der systembedingten Schwächen ein ideales Stativ für Reisen und wenn man kein grßes Stativ mit sich rumtragen möchte. Ich gehe nicht mehr ohne das Joby aus dem Haus und habe es schon so manches Mal genutzt, um Fotos zu machen, die ich sonst verpasst hätte.

Frisches vom Tweetdeck

February 8th, 2010 by Florian No comments »

Immer wieder tolle Aufnahmen werden von AmazingPics gezeigt. So auch diese tollen Grashüpfer:

Wer die Seite foto-radar.de noch nicht kennen sollte: Sie sei von mir wärmstens empfohlen. Zahlreiche deutschsprachige Foto-Blogs werden dort übersichtlich in deren RSS-Feeds angezeigt, so dass man sich einen schnellen Überblick über die neuesten Blogposts verschaffen kann.

Der ZEIT Fotoblog zeigt tolle Fotografien aus Neu Delhi, genauer gesagt von Wanderarbeitern, die anlässlich der Commonwealth Spiele im Oktober unter großem Druck die Sportstätten und Infrastruktur fertigstellen müssen. Ein Appell, über die prekären Arbeitsbedingungen nachzudenken:

Die Zeitschrift derwesten.de stellt Ruhrpott-Typen vor: