Archive for the ‘Unterwegs’ category

Fotoausrüstung auf Reisen – was mitnehmen?

August 26th, 2010

Jedes Mal vor Reisebeginn stellt sich die wiederkehrende Frage für viele Fotografen: Was nehme ich von meiner Ausrüstung mit? Vor dieser Frage stand ich vor dem letzten Urlaub ebenfalls und um es vorwegzunehmen: Ich habe zu wenig Fotoausrüstung mitgenommen.

Es sollte nach Sylt gehen und bei der Planung dachte ich mir: “Gut, da reicht ein gutes Standardzoom (Tamron 28-75 f2,8) und das Reisezoom von Sigma (18-200 mm), dazu die passenden Polfilter, das Stativ, Speicherkarten und Akkus. Natürlich durfte auch das Garmin Edge 305 nicht fehlen, um die Fotos mit Geokoordinaten zu versehen. Das nimmt auch nicht soviel Platz im Auto ein. Die meisten Motive würde ich damit auch gut fotografieren können… Dachte ich…

Am Strand darf nie ein Makro-Objektiv fehlen

Schon am Strand vom Ellenbogen tat sich das erste Defizit an der Ausrüstung auf. Es fehlte das Makro-Objektiv. Zahlreiche Strandfundstücke wie z.B. Krebse, Muscheln usw. hatten sehr interessante Details vorzuweisen und ich stand nun da mit einem Standardzoom Objektiv. Die Motive habe ich natürlich trotzdem fotografiert, aber irgendwie ist dann doch ein schaler Beigeschmack geblieben (“hätte, hätte, hätte”) ;)

Krebsschere

Praktisch: Ein Telezoom-Objektiv

Es kam noch dicker: Auf einem Baum vor der Ferienwohnung hatte ein Eulenpaar ein Nest mit zwei Jungen. Ein klarer Fall für ein brennweitenstarkes Zoom-Objektiv. Nun hatte ich nur das Reisezoom bis 200 mm dabei. Zu Hause – und da lag es gut – hatte ich ein 300 mm Teleobjektiv. Das hat zwar keine großen optischen Qualitäten, aber ich wäre noch näher an die Jungen herangekommen und hätte nicht so viel Bildverschnitt gehabt.

Kauz-Junges auf Sylt

Kauz auf Sylt 2

Mit den passenden Taschen seine Fototouren organisieren

Aus diesen beiden Erfahrungen habe ich gelernt, dass ich – wenn der Platz im Reisegefährt (Auto) reicht – nichts mehr zu Hause lassen werde. Besser kann man zwei Taschen mitnehmen, um alles zu transportieren: Eine kleine, um mit leichter Ausrüstung auf die Session zu gehen oder aber einen Rucksack mit allen Objektiven und Zubehören. Ich verwende da z.B. den Lowepro Rover AW II der mir genügend Stauraum für alle Objektive, den Kamerabody und zahlreiches Zubehör bietet. Praktisch ist auch, dass man das Stativ mit auf den Rücken nimmt und so auch mal die Hände frei hat. Im oberen Bereich des Rucksacks können dann andere Dinge wie Regenjacke oder Proviant verstaut werden.

Für die touristisch angehauchten Besichtigungstouren verwende ich den Crumpler Pretty Boy 7500. Diese Tasche hat Platz für die Spiegelreflexkamera mit Objektiv und ggf. noch einem weiteren Wechselobjektiv sowie ein wenig Zubehör (Ersatzakkus, Speicherkarten) sowie einem Reiseführer, Notizbuch und was man sonst so noch alles als typischer Touri braucht.

Sowohl der Fotorucksack als auch die Fototasche haben sich bei mir absolut bewährt und sind qualitativ nicht zu beanstanden. Für den Fotorucksack von Lowepro gibt es auch eine mitgelieferte Regenhaube, die man bei stärkerem Regenschauern und Platzregen über den Rucksack ziehen kann. Auch auf längeren Wanderungen habe ich den Rucksack schon eingesetzt und bin damit äußerst zufrieden.

Eine Liste für die Reiseausrüstung

Folgende Dinge sollten meiner Meinung nach auf keinen Fall auf einer Reise in der Fotoausrüstung fehlen – vorausgesetzt, man kann sich vor Ort dann gezielt reduzieren:

  • Standardzoom-Objektiv (18-55 mm)
  • Makroobjektiv (z.B. Sigma 50 mm F2,8)
  • Teleobjektiv (z.B. Tamron 70-200 mm F2,8)
  • Wer hat: Teleobjektiv mit über 200 mm Brennweite
  • Stativ und Kugelkopf. Hier gilt Scott Kelbys Aussage: Es gibt zwei Arten von Stativen: Die, die man gut herumtragen kann und die guten.
  • Akkus und Speicherkarten natürlich
  • Diverse Filter, u.a. Polfilter, um auch bei hellem Tageslicht noch ansprechende und nicht zu flaue Fotos zu machen
  • Fotorucksack (z.B. der Lowepro Rover AW II)
  • Kleinere Fototasche (z.B. von Crumpler)
  • Laptop zum Speichern und Bearbeiten der Fotos
  • GPS-Tagger, sofern die Kamera keinen integrierten hat

Weitere Links zum Thema Fotoausrüstung und Reisefotografie

http://nature-garden-travel.blogspot.com/2010/01/ausrustungs-tipp-fur-die.html

http://www.zehn.de/die-10-besten-reisefoto-tipps-2027642-0

Umfrage: Was nehmt Ihr mit beim Fotografieren im Urlaub (lens-flare.de)

http://neunzehn72.de/tipps-fur-erfolgreiche-fototouren-was-ich-gelernt-habe/

Kuriose Motive: Sprite tanken

August 4th, 2010

Das sich die Softdrink-Hersteller alles Mögliche und Unmögliche einfallen lassen ist ja bekannt, aber als ich neulich an der Tankstelle Diesel tanken wollte, war ich mir am Ende nicht sicher, ob ich nicht doch Sprite getankt hatte. Wahrscheinlich wäre der Literpreis Sprite sogar günstiger gewesen – aber darauf wollte sich der Tankstellenmann nicht einlassen…

Sprite aus der Zapfsäule

Test: Joby GorillaPod SLR-Zoom

February 14th, 2010

Scott Kelby sagt: “Es gibt zwei Arten von Stativen: Die, die man leicht herumtragen kann und die guten.” Das Joby GorillaPod SLR-Zoomgehört sicherlich zur ersten Gattung von Stativen: Man kann es überall gut mithinnehmen. Vergleichbar mit vollwertigen Stativen ist es eh nicht – es ist als Reisestativ gedacht. Stellt sich nun die Frage, ob im Umkehrschluß das Joby GorillaPod dennoch etwas taugt. Vorab: Ja, aus meiner Sicht ist es ein gutes Taschenstativ. Aber der Reihe nach.

Lieferumfang und Verarbeitung

Das Joby GorillaPod SLR-Zoom wird inkl. einer Adapterschraube von 1/4 Zoll auf 3/8 Zoll ausgeliefert. So besteht die Möglichkeit, diverse Kugelköpfeaufzumontieren. Dazu später mehr. Das Stativ selbst besteht aus drei Beinen, die mit zahlreichen Gelenken versehen sind. So erhält das GorillaPod seine vom Hersteller versprochene Flexibilität. Joby verspricht sogar, dass man das Stativ z.B. an Laternenpfähle montieren kann. Wichtig ist natürlich, das die Gelenke auch im Dauergebrauch nicht zu wabbelig werden. Immerhin soll das GorillaPod SLR-Zoom eine DSLR inkl. Objektiv mit einem Maximalgewicht von 3.000 Gramm tragen können. Die drei Beine sind an den Füßen gummiert, so dass ein guter Stand gewährleistet wird. Insgesamt macht das GorillaPod einen gut verarbeiteten Eindruck.

Praxistauglichkeit

Das GorillaPod SLR-Zoom bringt ca. 240 g auf die Waage und eignet sich auf Grund seiner kompakten Maße (24,9 x 6,1 x 6,1 cm) sehr gut für die permanente Begleitung in der Fototasche. Das Stativ eignet sich für spontane Fotos sehr gut, allerdings empfiehlt es sich, einen Kugelkopf mit dabei zu haben: Ohne dauert die manuelle Montage ohne Schnellspannplatte doch etwas länger und ist etwas umständlich.

Joby GorillaPod im Einsatz

Ich verwende das GorillaPod regelmäßig mit einer recht schweren Pentax K100D und dem Tamron 28-75 mm Objektiv. Das Stativ hält beide Ausrüstungsgegenstände sehr gut und ohne nachzugeben. Durch die flexible Gelenkanordnung findet das GorillaPod auch auf unebenem Untergrund immer gut Halt. Insbesondere bei der Makrofotografie ist das bei bodennahen Motiven wichtig.

Bei der Verwendung des GorillaPods schalte ich die Kamera immer auf Selbstauslöser mit Spiegelvorauslösung. So minmiere ich die Verwacklungsgefahr. Das Joby-Stativ ist ja schon auf Grund seiner Gelenkkonstruktion und Leichtigkeit etwas anfälliger gegen Verwacklungen als Vollstative. Noch ein Tipp: Es empfiehlt sich, immer ein Bein des GorillaPods unter das Objektiv zu bringen. So erhöht sich die Stabilität enorm.

Das GorillaPod als Standobjektiv erlaubt zunächst nur Aufnahmen im Querformat. Für Aufnahmen im Hochformat muss man das Stativ um ene Stange oder ähnliches wickeln. Hier hat die Standfestigkeit des GorillaPods nicht überzeugt. Manchmal rutscht das Stativ runter oder die Kamera neigt sich während des Fotografierens gen Boden.

Die Konstruktion ohne Kugelkopf bedeutet natürlich, dass der Wechsel bzw. Abbau des Stativs etwas mühselig ist. Ich habe daher einen leichten Manfrotto Kugelkopf mit Hilfe der Adapterschraube montiert. Dies bietet zum einen den Vorteil der schnellen Montage durch die Schnellspannplatte, zum anderen gewinnt man dadurch noch mehr Flexibilität bei der Einstellung der Kamera auf das Motiv.

Kippelig wird die Angelegenheit jedoch sofort, wenn man z.B. noch ein externes Blitzlicht aufschraubt. Dann ist die Hebelwirkung so groß, dass das GorillaPod nicht mehr sicher steht.

Fazit:

Das Joby GorillaPod ist trotz der systembedingten Schwächen ein ideales Stativ für Reisen und wenn man kein grßes Stativ mit sich rumtragen möchte. Ich gehe nicht mehr ohne das Joby aus dem Haus und habe es schon so manches Mal genutzt, um Fotos zu machen, die ich sonst verpasst hätte.

Hamburg: Fotos vom Rathaus

January 25th, 2010

Am letzten Wochenende fotografierte ich bei äußerst widrigen Temperaturen (-8° C) in der Hamburger Innenstadt. Ich hatte meine leichte Ausrüstung dabei: Tamron 28-75mm F2,8, Joby Gorilla Pod und Manfrotto Kugelkopf. Die Fotos vom Rathaus haben sicherlich keinen Anspruch auf einen Fotografie-Preis, aber ich möchte sie Euch dennoch nicht vorenthalten.

Ein Problem, mit dem ich dann am nächsten Tag zu tun bekommen hatte, waren meine Akkus, die in der Kälte so sehr an Leistung eingebüßt hatten, dass ich nicht mehr weiterfotografieren konnte. Beim nächsten Mal werde ich mir daher sicherlich die Tipps von Olaf Bathke und Henning Wüst zu Herzen nehmen. Hier steht sehr gut beschrieben, worauf man beim Fotografieren in der Kälte achten solle.

Meine Stadt Oldenburg: Fußgängerzone und Innenstadt

January 18th, 2010

Die Fußgängerzone in Oldenburg wurde 1967 eingeweiht. Vorher herrschte hier auch reger Auto- und Busbetrieb, wie man an alten Fotos auf alt-oldenburg.de sehen kann.