Archive for the ‘Unterwegs’ category

Test: Joby GorillaPod SLR-Zoom

February 14th, 2010

Scott Kelby sagt: “Es gibt zwei Arten von Stativen: Die, die man leicht herumtragen kann und die guten.” Das Joby GorillaPod SLR-Zoomgehört sicherlich zur ersten Gattung von Stativen: Man kann es überall gut mithinnehmen. Vergleichbar mit vollwertigen Stativen ist es eh nicht – es ist als Reisestativ gedacht. Stellt sich nun die Frage, ob im Umkehrschluß das Joby GorillaPod dennoch etwas taugt. Vorab: Ja, aus meiner Sicht ist es ein gutes Taschenstativ. Aber der Reihe nach.

Lieferumfang und Verarbeitung

Das Joby GorillaPod SLR-Zoom wird inkl. einer Adapterschraube von 1/4 Zoll auf 3/8 Zoll ausgeliefert. So besteht die Möglichkeit, diverse Kugelköpfeaufzumontieren. Dazu später mehr. Das Stativ selbst besteht aus drei Beinen, die mit zahlreichen Gelenken versehen sind. So erhält das GorillaPod seine vom Hersteller versprochene Flexibilität. Joby verspricht sogar, dass man das Stativ z.B. an Laternenpfähle montieren kann. Wichtig ist natürlich, das die Gelenke auch im Dauergebrauch nicht zu wabbelig werden. Immerhin soll das GorillaPod SLR-Zoom eine DSLR inkl. Objektiv mit einem Maximalgewicht von 3.000 Gramm tragen können. Die drei Beine sind an den Füßen gummiert, so dass ein guter Stand gewährleistet wird. Insgesamt macht das GorillaPod einen gut verarbeiteten Eindruck.

Praxistauglichkeit

Das GorillaPod SLR-Zoom bringt ca. 240 g auf die Waage und eignet sich auf Grund seiner kompakten Maße (24,9 x 6,1 x 6,1 cm) sehr gut für die permanente Begleitung in der Fototasche. Das Stativ eignet sich für spontane Fotos sehr gut, allerdings empfiehlt es sich, einen Kugelkopf mit dabei zu haben: Ohne dauert die manuelle Montage ohne Schnellspannplatte doch etwas länger und ist etwas umständlich.

Joby GorillaPod im Einsatz

Ich verwende das GorillaPod regelmäßig mit einer recht schweren Pentax K100D und dem Tamron 28-75 mm Objektiv. Das Stativ hält beide Ausrüstungsgegenstände sehr gut und ohne nachzugeben. Durch die flexible Gelenkanordnung findet das GorillaPod auch auf unebenem Untergrund immer gut Halt. Insbesondere bei der Makrofotografie ist das bei bodennahen Motiven wichtig.

Bei der Verwendung des GorillaPods schalte ich die Kamera immer auf Selbstauslöser mit Spiegelvorauslösung. So minmiere ich die Verwacklungsgefahr. Das Joby-Stativ ist ja schon auf Grund seiner Gelenkkonstruktion und Leichtigkeit etwas anfälliger gegen Verwacklungen als Vollstative. Noch ein Tipp: Es empfiehlt sich, immer ein Bein des GorillaPods unter das Objektiv zu bringen. So erhöht sich die Stabilität enorm.

Das GorillaPod als Standobjektiv erlaubt zunächst nur Aufnahmen im Querformat. Für Aufnahmen im Hochformat muss man das Stativ um ene Stange oder ähnliches wickeln. Hier hat die Standfestigkeit des GorillaPods nicht überzeugt. Manchmal rutscht das Stativ runter oder die Kamera neigt sich während des Fotografierens gen Boden.

Die Konstruktion ohne Kugelkopf bedeutet natürlich, dass der Wechsel bzw. Abbau des Stativs etwas mühselig ist. Ich habe daher einen leichten Manfrotto Kugelkopf mit Hilfe der Adapterschraube montiert. Dies bietet zum einen den Vorteil der schnellen Montage durch die Schnellspannplatte, zum anderen gewinnt man dadurch noch mehr Flexibilität bei der Einstellung der Kamera auf das Motiv.

Kippelig wird die Angelegenheit jedoch sofort, wenn man z.B. noch ein externes Blitzlicht aufschraubt. Dann ist die Hebelwirkung so groß, dass das GorillaPod nicht mehr sicher steht.

Fazit:

Das Joby GorillaPod ist trotz der systembedingten Schwächen ein ideales Stativ für Reisen und wenn man kein grßes Stativ mit sich rumtragen möchte. Ich gehe nicht mehr ohne das Joby aus dem Haus und habe es schon so manches Mal genutzt, um Fotos zu machen, die ich sonst verpasst hätte.

Hamburg: Fotos vom Rathaus

January 25th, 2010

Am letzten Wochenende fotografierte ich bei äußerst widrigen Temperaturen (-8° C) in der Hamburger Innenstadt. Ich hatte meine leichte Ausrüstung dabei: Tamron 28-75mm F2,8, Joby Gorilla Pod und Manfrotto Kugelkopf. Die Fotos vom Rathaus haben sicherlich keinen Anspruch auf einen Fotografie-Preis, aber ich möchte sie Euch dennoch nicht vorenthalten.

Ein Problem, mit dem ich dann am nächsten Tag zu tun bekommen hatte, waren meine Akkus, die in der Kälte so sehr an Leistung eingebüßt hatten, dass ich nicht mehr weiterfotografieren konnte. Beim nächsten Mal werde ich mir daher sicherlich die Tipps von Olaf Bathke und Henning Wüst zu Herzen nehmen. Hier steht sehr gut beschrieben, worauf man beim Fotografieren in der Kälte achten solle.

Meine Stadt Oldenburg: Fußgängerzone und Innenstadt

January 18th, 2010

Die Fußgängerzone in Oldenburg wurde 1967 eingeweiht. Vorher herrschte hier auch reger Auto- und Busbetrieb, wie man an alten Fotos auf alt-oldenburg.de sehen kann.

Meine Stadt Oldenburg: Staatstheater

January 11th, 2010

Neulich bin ich an einem Postkartenständer in Oldenburg vorbeigelaufen und war entsetzt: Die Fotos der Sehenswürdigkeiten waren lieblos umgesetzt, teilweise bei wenig stimmungsvollen Lichtverhältnissen fotografiert. Das Niveau der Umsetzung war insgesamt eher im unteren Bereich und langweilig inszeniert.

“Hat Oldenburg denn so wenig fotografisch zu bieten?” fragte ich mich. Ich habe in meinem Fotoarchiv gekramt und die Antwort auf die Frage konnte ich ruhigen Gewissens verneinen. Ich möchte Euch die Aufnahmen nicht vorenthalten und Euch meine Stadt Oldenburg aus einem etwas anderen Blickwinkel vorstellen, als man ihn auf den langweiligen Postkarten findet.

Bestimmte Gebäude und Plätze dürfen dabei natürlich nicht fehlen, so z.B. das Oldenburger Schloss, in dem auch das Landesmuseum untergebracht ist. Früher residierten hier die Grafen von Oldenburg, namentlich erwähnt natürlich Graf Anton Günther. Mit dabei ist auch das Staatstheater, die Fußgängerzone, die Alte Wache, die Lambertikirche und und und.

Ich möchte mit dem Staatstheater in Oldenburg beginnen. Das Theater ist das älteste Theater in Niedersachsen und ist unterteilt in das Große Haus, das Kleine Haus und den Spielraum. 1842 wurde das Gebäude zum ersten Mal gebaut, brannte jedoch 1891 ab. Im Jahr 1893 wurde das Staatstheater Oldenburg dann nach den Plänen des Architekten Gerhard Schnitger wieder aufgebaut.

Heute ist das Staatstheater ein beliebter Anlaufpunkt für Theaterbegeisterte der Region. Architektonisch lässt sich der Stil mit Neubarock umschreiben. Auffällig ist die große Kuppel und die Säulen.

Staatstheater Oldenburg bei Nacht

Staatstheater Oldenburg Balkon bei Nacht

Staatstheater Oldenburg

Staatstheater Oldenburg Dachgiebel

Fotos vom Oldenburger Hafen

November 18th, 2009

Nur  im Winter ist die Luft manchmal so klar, dass man dies auch auf den Fotos regelrecht spüren kann. Auf einem Rundgang an einem solchen sonnigen Wintertag durch den Oldenburger Hafen (ja, Oldenburg hat einen Hafen) hatte ich die Gelegenheit ein paar tolle Fotos zu machen. Allerdings sind darauf keine Schiffe zu sehen, was man für einen Hafen erwarten würde, sondern eher ein wenig drumherum.

Das ist übrigens auch ein tolles Fotoprojekt: Laufe mit der Kamera durch Deinen Heimatort und fotografiere Motive, die auf Postkarten gezeigt werden – allerdings endlich mal aus einem interessanten Blickwinkel. ;)