Archive for the ‘Lightroom’ category

Buchtipp: Adobe Photoshop Lightroom für digitale Fotografie

December 9th, 2009

Adobe Photoshop Lightroom bietet eine Vielzahl an Features. Eine Menge lassen sich nach kurzer eigener Einarbeitungszeit von selbst erschließen. Will man jedoch die volle Leistungsfähigkeit des Programms nutzen, kommt man nicht um ein gutes Handbuch herum. Auf der Suche nach einem solchen Buch bin ich auf “ Adobe Photoshop Lightroom für digitale Fotografie” von Scott Kelby gestossen. Scott Kelby ist auf dem Gebiet der digitalen Fotografie kein Unbedarfter: Er ist der Präsident der National Association of Photoshop Professionals (NAAP) und Autor von mehr als 40 Büchern zum Thema digitale Fotografie und digitale Bildbearbeitung.

Das Buch “Adobe Photoshop Lightroom für digitale Fotografie” widmet sich dem Workflow von Digitalfotos vom Import der Fotos, über die Verwaltung der Bibliothek bis hin zu weitergehenden Themen wie Ad-Hoc-Entwicklung oder die Bearbeitung von Problemfotos. Die Kapitel sind:

  1. Importieren
  2. Bibliothek
  3. Ad-hoc-Entwicklung
  4. Grundlagen der Bildbearbeitung
  5. Problemfotos
  6. Hinreißendes S&W
  7. Diashow
  8. Drucken
  9. Web
  10. Hochzeits-/Porträtfotografie
  11. Landschaftsfotografie

Alle Kapitel sind – anders als so manch anderes Fachbuch – sehr locker und manchmal etwas schnodderig geschrieben. Das ist gut für den Lesefluß und die Motivation, sich alle Kapitel auch wirklich anzusehen. Kelby selbst empfiehlt, das Buch wirklich von hinten nach vorne durchzulesen und diese Empfehlung lohnt sich. Auch wer schon etwas erfahrener im Umgang mit Photoshop Lightroom ist, wird in dem Buch noch den ein oder anderen sinnvollen Tipp finden.

Lightroom: Staub entfernen auf Fotos

November 12th, 2009

Auch wenn Antistaub-Systeme bei Digitalkameras im Kommen sind: Nicht jede Kamera verfügt über einen solchen Mechanismus. Adobe Lightroom bietet hier eine komfortable Alternative.

Staubflecken auf dem Digitalfoto, bedingt durch einen verunreinigten Sensor

Staubflecken auf dem Digitalfoto, bedingt durch einen verunreinigten Sensor

Diese Staubflecken lassen sich mit der „Bereichsreparatur“ bei Adobe Lightroom ganz einfach und bequem entfernen:

  1. Mit „D“ in den Entwicklungsmodus für das Bild wechseln.
  2. Dann die Bereichsreparatur auswählen:
Bereichsreparaturwerkzeug in Lightroom 2

Bereichsreparaturwerkzeug in Lightroom 2

Mit diesem Tool lassen sich die Flecken ganz einfach „wegstempeln“, wie man das schon aus Adobe Photoshop kennt. Dabei greift Lightroom auf Bildinformationen der Nachbarregionen zurück, um den Fleck zu reparieren. Soweit so gut. Nun ist es ja häufig so, dass man mehrere Fotos mit dem verschmutzten Sensor fotografiert hat und nun immer wieder jedes Bild einzeln bearbeiten müsste – was doch ziemlich mühsam ist. Zum Glück hat Adobe Lightroom eine sehr praktische Funktion:

Im Gridview („G”) lassen sich Einstellungen eines bearbeiteten Fotos kopieren und anschließend auf weitere Fotos einsetzen / übertragen. Dazu wählt man das bearbeitete Fotos mit der Bereichsreparatur aus und wählt dann „Einstellungen kopieren“:

Einstellungen in Lightroom 2 kopieren

Einstellungen in Lightroom 2 kopieren

Es öffnet sich ein Dialogfeld, in dem man die unterschiedlichen Einstellungen auswählen kann, die kopiert werden sollen:

Auswahl der Einstellungen, die kopiert werden sollen

Auswahl der Einstellungen, die kopiert werden sollen

Wähle die „Bereichsreparatur“ aus und klicke anschließend auf „Kopieren“. Nun kannst Du die anderen „defekten“ Fotos mit den Staubflecken auswählen und die Einstellungen einsetzen. Die Staubflecken, die ja bei jedem Bild an der gleichen Stelle sitzen, werden entfernt.

Vergesse hinterher jedoch nicht, den Sensor Deiner Kamera mit geeigneten Mitteln zu reinigen. Das erspart Dir  selbst diese einfache Arbeit in Lightroom beim nächsten Mal.

Adobe Lightroom 3 Beta: Import von Fotos

November 7th, 2009

Adobe Lightroom 3 bietet zahlreiche Verbesserungen und Veränderungen. Eine davon ist der deutlich überarbeitete Import-Workflow. Beim ersten Start der Beta-Version und einem Klick auf „Import“ offenbart sich ein völlig neuer Dialog:

Die Quellen sind nun übersichtlich auf der linken Seite des Bildschirms aufgelistet und können mit der Maus angesteuert werden. In der Mitte des Bildschirms können die einzelnen Fotos ausgewählt werden. Die Verzeichnisstruktur erinnert dabei an bekannte Mechanismen wie z.B. den Windows Explorer.

Lightroom 3 Import Dialog

Lightroom 3 Import Dialog

Beim Import in die Datenbank lässt sich festlegen, ob man die Bilder als DNG an einen neuen Ort kopieren, die Fotos in Lightroom ohne Dateiveränderung kopieren möchte oder ob diese verschoben oder einfach nur hinzugefügt werden sollen. Die ersten beiden Optionen „Copy as DNG“ und „Copy“ führen zu einer doppelten Datenhaltung der Originalfotos, während „Move“ die Bilder aus dem Originalverzeichnis in ein neues Verzeichnis verschiebt. Das ist möglicherweise auch nicht immer erwünscht. Ich habe mich in diesem Fall für „Add“ entschieden. Somit vermeide ich für den Test von Lightroom 3 Beta die doppelte Foto-Datenhaltung.

Auf der rechten Seite des Dialogs kann man angeben, wie die Fotos behandelt bzw. in welchen Katalog die Fotos importiert werden sollen. Wie aus Lightroom 2 bereits bekannt, lassen sich die Fotos auch schon beim Import mit Schlagwörtern versehen. Hier hat sich also von der Bedienung nichts verändert.

Adobe Lightroom 3 Beta online

November 6th, 2009

Die Beta-Version von Adobe Lightroom 3.0 ist nun online. Man kann sie frei herunterladen. Voraussetzung ist ein Adobe Account. Die Datei für Mac ist ca. 68 MB groß, für Windows 120 MB. Fragt sich, warum die Windows-Version so viel größer ist…?

adobe-labs

Zu den Neuerungen von Adobe Lightroom 3 Beta zählen unter anderem:

  • Neue Architektur, die optimal auf stark wachsende und große Bildarchive ausgelegt ist
  • Verbesserte Rauschreduzierung für Aufnahmen mit hohen ISO-Werten
  • Wasserzeichenwerkzeuge
  • Diashows können als Video abgespeichert und mit Audio hinterlegt werden
  • Körnungstools, mit denen man seine Aufnahmen wie mit unterschiedlichem Filmmaterial aussehen lassen kann
  • Neuer Importworkflow
  • Flexiblere Onlinestellung von Fotogalerien und Anbindung an diverse Onlineplattformen wie z.B. flickr.com

Die Betaversion läuft bis Ende April 2010. Danach verfällt sie.

Fotobackups mit Lightroom & Chronosync

August 14th, 2009

Neulich schrieb Martin Gommel in seinem Blog einen Artikel über Datensicherung von Fotos. Die Beteiligung anhand der Kommentare war sehr rege und auch ich schilderte kurz mein Vorgehen. Nun trat letzte Woche doch tatsächlich der unwahrscheinliche Fall eines Festplattenfehlers auf der Hauptplatte auf. Die LaCie Mobile Disk, auf der ich meine Fotos zur Bearbeitung und Archivierung ablege, wurde wohl etwas zu früh aus meinem MacBook gezogen (noch bevor die Platte ordnungsgemäß abgemeldet war) und dies führte zu einem ordentlich schwerwiegenden Fehler im Dateisystem.

Die Platte konnte auch von keinem Programm mehr repariert werden. Nach dem ersten Schockmoment wurde ich dann doch ruhiger – Dank meines regelmäßigen Backups waren keine Daten unwiederbringlich verloren. Was übrigens ebenfalls erstaunlich war: Die Daten konnten noch von der Platte kopiert werden (auch fehlerfrei), aber arbeiten war nicht mehr möglich. Also sicherte ich zum normalen Backup noch einmal die Daten von der defekten Platte und formatierte diese anschließend mit dem Festplattendienstprogramm neu.

Ich möchte an dieser Stelle einmal kurz den Weg aufzeigen, wie ich meine Daten sichere. Vielleicht dient es dem ein oder anderen als Anregung, damit eines Tages keine unangenehmen Überraschungen entstehen.

Sicherung des Lightroom Katalogs

Wenn man über Datensicherung nachdenkt, sollte man den Katalog definitiv mit einplanen. Nichts ist ärgerlicher (außer der Verlust der Originalfotos) als der Verlust aller Änderungen und Optimierungen an den Fotos bzw. der Verschlagwortung des Katalogs. Anders als die Fotos liegt der Lightroom Katalog auf meiner internen Festplatte. Dies bietet klare Geschwindigkeitsvorteile beim Arbeiten. Lightroom bietet von Haus aus eine gute Möglichkeit, den Katalog regelmäßig zu sichern. Dies geschieht über den Aufruf der Katalogeinstellungen im Lightroom Menü (bei Mac):

Lightroom Katalogeinstellungen aufrufen

Lightroom Katalogeinstellungen aufrufen

Im aufgehenden Dialogfeld lässt sich wählen, in welchem Turnus man den Katalog sichern möchte: einmal pro Monat, einmal pro Woche, einmal pro Tag, bei jedem Start oder nur beim nächsten Start. Die persönliche Intervallänge (ich weigere mich, so etwas mit drei L zu schreiben) hängt sicherlich von der eigenen Nutzungsintensität ab. Ich habe mich für wöchentlich entschieden.

Lightroom Katalogeinstellungen

Lightroom Katalogeinstellungen

Somit wäre der Lightroom Katalog im Falle eines Datenverlustes gut gesichert. Es versteht sich natürlich von selbst, dass das Backup-Medium nicht das gleiche ist wie das Originallaufwerk…

Sicherung der Fotos

Die Fotos liegen bei mir – wie schon erwähnt – auf einer externen Festplatte. Mit Hilfe des Programms „ChronoSync“ habe ich einen täglichen Mechanismus zur Spiegelung eingestellt. Das Programm bietet neben der Spiegelung natürlich auch echte Backup-Funktionalitäten. Der Unterschied zwischen „Spiegelung“ und „Backup“ ist der, dass beim echten Backup auch Daten erhalten bleiben, die irgendwann einmal auf dem Originallaufwerk gelöscht werden. Die Spiegelung stellt immer nur den aktuellen Status des Originallaufwerks her. Letztlich ist es eine Frage der eigenen Organisation, wie man die Fotos sichern möchte, ob als Backup oder als Spiegelung.

ChronoSync ist über das Hauptfenster sehr einfach einzustellen. Man wählt zwei Laufwerke aus und teilt dem Programm mit, in welche Richtung die Kopie laufen soll. Des Weiteren wählt man aus, ob Spiegelung oder Backup (das lässt sich auch bootfähig gestalten – ist aber für Fotos wohl unerheblich Winking.

Chronosync

Chronosync

Im nächsten Schritt gilt es dann, die Zeitplanung einzustellen. Das geschieht über den Button „Zur Zeitplanung hinzufügen…“. Dann öffnet sich ein Kalenderfenster, in dem man alle Einstellungen treffen kann.

Chronosync Zeitplanung

Chronosync Zeitplanung

Anschließend nur noch speichern und von nun an wird die Spiegelung im gewünschten Intervall vorgenommen.

Last but not Least: DVD-Sicherung

Für das gute Gefühl sollte man dann noch regelmäßig die Fotos auf DVD brennen und wegschließen. Dann können auch Wohnungsbrände oder Murphys Law einem wenig anhaben. Ich habe nämlich beim Zurückkopieren des Backups nur gedacht: „Was ist eigentlich, wenn Dir genau jetzt auch das Backup-Volume ausfällt?“