Archive for the ‘Fotoideen’ category

Makroaufnahmen Tulpen

February 24th, 2010

Für die folgenden Makroaufnahmen verwendete ich folgende Ausrüstung:

Die Tulpen fotografierte ich ohne besonders aufgebaute Lichtverhältnisse. Ich nutzte lediglich das Tageslicht, welches von hinten bzw. von der Seite einfiel. Über die Belichtungszeit und die Montage auf dem Stativ glich ich somit mangelnde Lichtverhältnisse aus. Es empfiehlt sich, eine Spiegelvorauslösung einzuschalten, um die Erschütterungen bei der Aufnahme zu minimieren. Was mir fehlte, war ein Fernauslöser. Dieser hätte sicherlich sehr dazu beigetragen, die Fotos noch etwas schärfer abzubilden. So behalf ich mir mit dem 2-Sekunden Selbstauslöser der Kamera, der gleichzeitig mit Spiegelvorauslösung arbeitete.

Reisedokumentation in einem Fotobuch

January 27th, 2010

Wer eine Reise unternimmt wird in der Regel auch seine Fotoausrüstung mitnehmen und zahlreiche Fotos vom Urlaubsort machen. Was liegt dann näher als die Erinnerungen später einem Bildband zu archivieren. Ich selbst bin gerade dabei, von einer Hong Kong Reise eine solche Reisedokumentation anzulegen und habe mich gefragt, was man eigentlich alles beachten sollte, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Einige Vorbereitungen für die Dokumentation beginnen nämlich schon bei der Reise selbst, andere betreffen den Gestaltungsprozss des Fotobuchs.

Software von Cewe Fotobuch

Während der Reise hatte ich z.B. meinen Garmin Edge GPS Tracker dabei, um die Fotos geografisch zuordnen zu können. Dies ist später bei der Erstellung des Fotobuchs von Vorteil, weil man dann z.B. in Google Maps nachschauen kann, wo genau das Foto aufgenommen wurde. Für das Fotobuch kann man dann eine Hintergrundstory über den Platz, das Gebäude, den Ort recherchieren und als Text zu den Fotos mit hinzunehmen. Insbesondere bei Rundreisen oder in Großstädten hilft das ungemein. An anderen Tagen hatte ich beispielsweise den Tracker nicht dabei und schon wußte ich bei einem Foto nicht, welches Gebäude ich da fotografiert hatte.

Es empfiehlt sich außerdem, einige Dinge in der Fotoausrüstung immer dabei zu haben:

  • GPS-Tracker
  • Taschenstativ (z.B. das Gorilla Pod von Joby)
  • Kugelkopf für das Stativ, um die Ausrichtung unkompliziert vornehmen zu können
  • Polfilter

Welche Motive gehören in ein Reise Fotobuch?

In eine Reise Fotobuch gehören natürlich auch die richtigen Motive. Folgende Fotos sollten auf keinen Fall fehlen:

  • Landestypische Aufnahmen, z.B. Märkte, Basare oder Sehenswürdigkeiten
  • Bei der Aufnahme von Sehenswürdigkeiten solltet Ihr versuchen, eine Perspektive einzunehmen, die sonst so nicht üblich ist und von den Postkartenmotiven abweicht. So kann man sich z.B. auf eine Parkbank stellen, um eine leicht erhöhte Position einzunehmen.
  • Sehenswürdigkeiten, die man vor lauter Touristen nicht mehr sehen kann, sind natürlich nicht der Hit für das eigene Fotobuch, jedoch sollte man nicht ganz auf Menschen verzichten, da das Motiv sonst sehr schnell steril wirkt. Tipp: Entweder etwas früher aufstehen und den Platz besuchen oder erst später hingehen. So kann man dann auch statt der Touris Einheimische als Motiv erwischen.
  • Typische Details: Taxen, Schilder, Straßenschilder
  • Farbenfrohe Aufnahmen, um später ggf. Collagen bilden zu können.
  • Aufnahmen zu Sonnenaufgang oder -untergang haben deutlich mehr Stimmung als Fotos, die zur Mittagszeit aufgenommen wurden und harte Lichter und Schlagschatten beinhalten.
  • Typische Szenen in dem Land, das können z.B. Markt- und Verkaufsszenen sein. Frage aber vorher bei der Person nach, ob sie fotografiert werden möchte.
  • Wer partout nicht weiss, was die Sehenswürdigkeiten sind, kann natürlich auch einen Blick auf die dortigen Postkartenständer werfen und sich dort Anregungen holen. Mein Eindruck ist, dass der Anspruch an Postkarten oft gar nicht so hoch ist und daher die Chancen gut stehen, selbst bessere Fotos für das Fotobuch zu machen.

Garküche in Hong Kong Kowloon

Straßenszenen eignen sich hervorragend für ein Reise Fotobuch

Bilder in Lightroom importieren, verschlagworten und geotaggen

Die Bilder lassen sich einfach in Lightroom importieren, indem man den Kartenleser an den PC oder Mac anschließt, Lightroom startet und aus “Fotos vom Gerät importieren” aus dem Datei-Menü wählt. Der Dialog kann entsprechend eingestellt und die Schlagworte festgelegt werden. Ich treffe darüber hinaus die Einstellungen, dass alle RAW-Fotos in das DNG-Format von Adobe konvertiert werden.

Bevor ich nun die Fotos für das Fotobuch in Lightroom weiter bearbeite, wechsel ich zu GPSPhotoLinker, um den Fotos die Geokoordinaten mitzugeben. Wie das genau funktioniert, habe ich in diesem Artikel erläutert.

Die richtige Bildauswahl mit Lightroom für das Fotobuch

Nun  geht es zunächst um die richtige Bildauswahl für das Fotobuch. Die Kunst besteht darin, aus den hunderten von Aufnahmen die herauszufiltern, die man später für das Fotobuch verwenden möchte. Lightroom bietet hier tolle Auswahltools:

  • Zuerst browse ich durch alle Aufnahmen und entferne diejenigen, die ganz offensichtlich nichts geworden sind: Unscharfe Fotos, der falsche Bildausschnitt etc. – alles kommt wird in Lightroom als “Abgelehnt” markiert (Taste “X”).
  • Anschließend schaue ich mir die übrigen Fotos an – insbesondere ähnliche Motive. Diese vergleiche ich über die Vergleichen-Funktion. Wähle dazu die beiden betreffenden Fotos aus und drücke die Taste “C”. Nun lassen sich beide Fotos direkt in einer Ansicht miteinander vergleichen. Das bessere Bild bekommt dann eine Markierung, z.B. über Sterne oder die Taste “P” für “Markiert”

Fotos in Lightroom auswählen

Auf diese Weise lässt sich die Bilderflut schon dramatisch reduzieren und die Fotoauswahl für das Fotobuch auf ein gesundes Maß herunterbringen. Ich persönlich bin ein Freund von wenigen, großen Fotos auf den Seiten, daher gehe ich davon aus, dass ich pro Seite ca. 2 bis 4 Fotos max. benötige.

Idealerweise legt man die Fotos in eine eigene Kollektion, um den Überblick zu bewahren. Übrigens: Der Photoshop Guru Scott Kelby hat einen sehr guten Workflow für die Auswahl von Fotos in einem Reise Fotobuch.

Nachbearbeitung von Fotos

Für mich typische Nachbearbeitungsschritte von Fotos sind die folgenden:

  • Ausrichtung des Horizonts und Auswahl des Bildausschnitts
  • Entfernen von Staubflecken die auf dem Sensor der Kamera waren
  • Korrektur der Belichtung und der Kontraste von Fotos

Recherche von wissenswerten Informationen

Wenn ich anschließend mit den Fotos zufrieden bin, geht es für mich an die Recherche von wissenswerten Informationen zu den Plätzen und Motiven, die ich fotografiert habe. Am einfachsten ist es natürlich, etwas zur Entstehungsgeschichte der Fotos zu sagen. Andere Quellen können sein:

  • Wikipedia
  • Reiseführer
  • Spezielle Websites zum Thema, z.B. findet man sehr gute Informationen über Hochhäuser in der Welt auf skyscraperpage.com/
  • Offizielle Websites des Reiseortes
Fotobuch Doppelseite mit der Software von CEWE FOTOBUCH

Kleine Texte zur Entstehung von Fotos geben dem Fotobuch eine besondere Wertigkeit

Mir ist in diesem Zusammenhang immer wichtig, dass ich die Informationen nicht einfach nur kopiere, sondern mit meinen eigenen Worte beschreibe und meine eigenen Eindrücke mit in das Fotobuch einfließen lasse. Schließlich handelt es sich bei dem Bildband um ein individuelles Fotobuch und nicht um gekaufte “Dutzendware”.

Mein Jahresrückblick 2009 in Bildern

December 29th, 2009

Oliver Schaef hat es auf seinem Blog fotolism.us vorgemacht, ich folge seinem Aufruf. :) Mein Jahresrückblick in Bildern.

Sonnenuntergänge fotografieren

December 20th, 2009

Sonnenuntergänge sind ein beliebtes Fotomotiv und die gelungenen Aufnahmen von Profis motivieren auch Laien, sich im Urlaub an diesem Motiv zu versuchen. Während der Fotosession sehen die Fotos auf dem kleinen Display meistens auch ganz passabel aus. Die Enttäuschung ist jedoch groß, wenn man sich hinterher die Fotos auf den Computer lädt: Entweder sind die Fotos verwackelt, hoffnugslos unterbelichtet oder das Bildrauschen durch einen hohen ISO-Wert zerstört die Atmosphäre des Sonnenunterganges.

Hier möchte ich ein paar Tipps geben, wie man Sonnenuntergänge fotografieren kann, ohne dass man hinterher zu enttäuscht ist.

Verwende ein Stativ
Die oberste Regel lautet: Verwende ein Stativ! Das Stativ erlaubt Dir längere Belichtungszeiten als aus der freien Hand. Faustregel: Alles, was länger als 1/60 sek. Belichtungszeit ist, wird aus der Hand verwackeln.

ISO-Automatik ausschalten
Schalte die automatische ISO-Wahl der Kamera aus. Die Automatik wird bei dunkleren Lichtverhältnissen wie bei Sonnenuntergängen immer einen hohen ISO-Wert auswählen, um die Belichtungszeit zu verlängern. Das ist jedoch nicht notwendig: Du verwendest ja ein Stativ. Ein niedriger ISO-Wert sorgt für wenig Bildrauschen.

Arbeite mit der Zeitautomatik
Überlasse der Kamera nicht die volle Progammautomatik. Im Programm-Modus wird die Kamera immer die größte Blende wählen, damit die Belichtungszeit verlängert wird. Das hat zur Folge, dass bestimmte Bereiche nicht tiefenscharf genug sind. Du benötigst jedoch nicht die kleinste Blende, da Du ein Stativ verwendest. Also kannst Du ruhig mit Blenden ab 5,6 oder noch größer arbeiten. Das Bild unten ist mit Blende 11 aufgenommen worden.
Du kannst die Blende über die Zeitautomatik selbständig einstellen und die Kamera errechnet darauf die optimale Belichtungszeit.

Strandkörbe in Wenningstedt

Nutze die Spiegelvorauslösung der DSLR

Sofern Du mit einer Spiegelreflexkamera fotografierst und diese über eine Spiegelvorauslösung verfügt, sollte sie aktiviert werden. Damit wird verhindert, dass durch das Hochklappen des Spiegels die Kamera leicht erschüttert wird und das Bild somit verwackelt.

Nutze Kabelauslöser

Um erschütterungsfreie, scharfe Fotos zu erhalten, empfiehlt sich ein Kabelauslöser. So wird sichergestellt, dass die Kamera durch den Druck auf den Auslöser nicht doch verwackelt.

Personen im Sonnenuntergang fotografieren

Wer Personen vor einem Sonnenuntergang fotografieren möchte, sollte auf jeden Fall den Blitz dazuschalten. So stellst Du sicher, dass die Person auch wirklich gut zu sehen ist und nicht durch die Sonne (Gegenlichtaufnahme) zu dunkel wird. Keine Angst: Der Aufhellblitz zerstört auf Grund seiner geringen Reichweite keinesfalls die Stimmung. Der Blitz, der bis zur Sonne geht, muss erst noch gebaut werden ;)

Die Stimmung mit Details anreichern

Manchmal empfiehlt es sich, die Atmosphäre eines Sonnenuntergangs nicht nur auf die Sonne selbst zu reduzieren, sondern Details mit auf das Bild zu nehmen. Das können z.B. Motive im Vordergrund sein. Im Beispiel hier sind des die Strandkörbe.Sonnenuntergang fotografieren Strandkörbe

Rechtzeitig und lange genug vor Ort bleiben

Viele Motive sind touristisch sehr attraktiv, insbesondere zur Zeit der Sonnenuntergänge. Hier empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Ort zu sein, um sich den besten Platz zu sichern. Dies gilt natürlich auch für Sonnenaufgänge. Viele Gelegenheits-Touristik-Fotografen bleiben auch nur so lange, bis die Sonne am Horizont verschwunden ist. Ich kann da nur empfehlen: Bleibe länger. Auch die 30 Minuten nach Sonnenuntergang sind sehr lohnenswert. Insbesondere, wenn man die Tipps oben (Stativ verwenden etc.) beherzigt.

Die richtige Blende bei Sonnenuntergängen

Wie schon oben kurz beschrieben: Die besten Blenden für Sonnenuntergänge sind meiner Erfahrung nach ab 5,6. Am besten 8 bis 11.

Links der Woche

December 6th, 2009

Makrofotografie

Wer in die Makrofotografie einsteigen möchte und ein gutes Einsteigertutorial sucht, wird bei Zoomboy fündig. Über die Kamera, das richtige Objektiv und weiteres nützliches Zubehör werden alle Ausrüstungsgegenstände ausführlich besprochen. Weiterführende Links runden das Thema ab.

Tolle Aufnahmen zur Makrofotografie findet Ihr hier auf photoschau.de. Ich habe mich mal inspirieren lassen und ebenfalls eine Kerze fotografiert.

kerze

Eine tolle Idee, was man noch mit Licht alles machen kann, findet Ihr hier. Bill Jones zeigt, wie man Licht gekonnt in Szene setzen kann.