Buchrezension: Die Fotografen - 60 außergewöhnliche Geschichten aus 30 Jahren GEO
Jede Geschichte wird mit
einem (kurzen) Text begleitet, welcher den jeweiligen
Fotografen und dessen Schwerpunkte vorstellt. So
bekommt man ein Gefühl dafür, was die Person in der
fotografischen Arbeit antreibt (darunter Motive wie
der Kampf für Transparenz und etwas mehr
Gerechtigkeit auf der Welt).
Die Aufnahmen sind gut ausgewählt und sorgen beim
Betrachten für echte Kurzweil, weil es viel zu
entdecken gibt. Aus fotografischer Sicht sind die
Fotos natürlich auch immer Anregungen für eigene
Projekte. Wer jedoch erfahren möchte, mit welchen
Einstellungen das ein oder andere Motiv fotografiert
wurde, wird enttäuscht. Der Bildband dient nicht der
fotografischen Schulung.
Alles in allem ist das Buch sehr gelungen und gibt
einen sehr guten Einblick in die teils alltäglichen
Geschichten, die fotografiert wurden. Dabei lernt man
die GEO-Fotografen etwas näher kennen - was natürlich
für GEO-Leser interessant ist. Da sich der Bildband
nicht mit einem Thema beschäftigt, sondern immer
wieder unterschiedliche Facetten streift, werde ich
mir das Buch sicherlich häufig anschauen. Bei näherem
Interesse kann man dann ja noch einen speziellen
Bildband eines Fotografen anschaffen.
Buchrezension: Fotografieren analog und digital (John Freeman)
Anschließend widmet sich das Buch den Grundtechniken der Fotografie, z.B. der Zusammenhang zwischen dem, was das Auge sieht und was die Kamera erfasst und wie man aus diesem Wissen optimale Fotos erzielt. Weitere Themenkomplexe sind die Wahl der richtigen Verschlusszeit, der Blende, der Auswahl der richtigen Perspekive. Jedem dieser Aspekte ist mindestens eine Doppelseite mit ca. vier bis sechs Beispielfotos gewidmet. Das ist ausreichend, um einen schnellen Überblick zu erhalten und hilfreich, wenn man das Buch als Nachschlagewerk immer wieder zur Hand nimmt. Ich persönlich finde diese Art des Schreibens über Fotografie auch durchaus richtig - denn warum soll man lange, theoretische Abhandlungen lesen, wenn man die Lektionen am Besten durch eigenes Ausprobieren vertieft?
Nachdem Freeman so die Grundtechniken erläutert hat, werden die Schwerpunktthemen Porträtfotografie, Landschaftsfotografie und Spezialtechniken näher beleuchtet. Auch hier werden die einzelnen Spielarten aufgegriffen und wieder übersichtlich auf zwei bis vier Seiten dargestellt. So z.B. innerhalb der Porträtfotografie Familien, Kinder, Aktfotografie, Gruppenfotos etc. Auf diese Weise wird die Komplexität der Themen deutlich reduziert und man kann sich die Tipps und Kniffe auch gut merken, da die Texte kurz und griffig gehalten sind.
Dieser Aufbau des Buches hat zudem den Vorteil, dass man sich für ein Projekt oder eine Fotosession gezielt durch Nachschlagen vorbereiten kann. Beispielfotos illustrieren dabei die Effekte der unterschiedlichen Techniken oder zeigen Fehler auf, die häufig im Eifer des Gefechts passieren können. So ist mir das Buch "Analog und digital fotografieren" ein wertvolles Nachschlagewerk geworden, welches nicht nur am Anfang mal durchgeblättert und dann zu Seite gelegt wird. Insgesamt also ein sehr empfehlenswertes Buch.

