Buchrezension: Die Fotografen - 60 außergewöhnliche Geschichten aus 30 Jahren GEO

Der Bildband "Die Fotografen - 60 außergewöhnliche Geschichten aus 30 Jahren GEO" ist ein sehr vielfältiges Buch. Von der Dokumentation eines Tunnelbaus durch die Alpen bis hin zur Fotografie innerhalb des Menschen werden zahlreiche Fotografen portraitiert, darunter auch sehr bekannte wie Frans Lanting.

Die Fotografen - 60 Geschichten aus 30 Jahren GEO

Jede Geschichte wird mit einem (kurzen) Text begleitet, welcher den jeweiligen Fotografen und dessen Schwerpunkte vorstellt. So bekommt man ein Gefühl dafür, was die Person in der fotografischen Arbeit antreibt (darunter Motive wie der Kampf für Transparenz und etwas mehr Gerechtigkeit auf der Welt).

Die Aufnahmen sind gut ausgewählt und sorgen beim Betrachten für echte Kurzweil, weil es viel zu entdecken gibt. Aus fotografischer Sicht sind die Fotos natürlich auch immer Anregungen für eigene Projekte. Wer jedoch erfahren möchte, mit welchen Einstellungen das ein oder andere Motiv fotografiert wurde, wird enttäuscht. Der Bildband dient nicht der fotografischen Schulung.

Alles in allem ist das Buch sehr gelungen und gibt einen sehr guten Einblick in die teils alltäglichen Geschichten, die fotografiert wurden. Dabei lernt man die GEO-Fotografen etwas näher kennen - was natürlich für GEO-Leser interessant ist. Da sich der Bildband nicht mit einem Thema beschäftigt, sondern immer wieder unterschiedliche Facetten streift, werde ich mir das Buch sicherlich häufig anschauen. Bei näherem Interesse kann man dann ja noch einen speziellen Bildband eines Fotografen anschaffen.



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Buchrezension: Fotografieren analog und digital (John Freeman)

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Schon seit geraumer Zeit besitze ich das Buch "Fotografieren analog und digital" von John Freeman. Das Buch beginnt mit einer Einführung in die verschiedenen Kameratypen (analoge Kameras wie Kleinbild, Mittelformat, Großformat) bis hin zu den Digitalkameras. Hier kann das Buch natürlich nicht mit der aktuellen Entwicklung Schritt halten, dennoch bietet es einen interessanten Überblick über die unterschiedlichen Technologien, deren Stärken und Schwächen.


Anschließend widmet sich das Buch den Grundtechniken der Fotografie, z.B. der Zusammenhang zwischen dem, was das Auge sieht und was die Kamera erfasst und wie man aus diesem Wissen optimale Fotos erzielt. Weitere Themenkomplexe sind die Wahl der richtigen Verschlusszeit, der Blende, der Auswahl der richtigen Perspekive. Jedem dieser Aspekte ist mindestens eine Doppelseite mit ca. vier bis sechs Beispielfotos gewidmet. Das ist ausreichend, um einen schnellen Überblick zu erhalten und hilfreich, wenn man das Buch als Nachschlagewerk immer wieder zur Hand nimmt. Ich persönlich finde diese Art des Schreibens über Fotografie auch durchaus richtig - denn warum soll man lange, theoretische Abhandlungen lesen, wenn man die Lektionen am Besten durch eigenes Ausprobieren vertieft?

Nachdem Freeman so die Grundtechniken erläutert hat, werden die Schwerpunktthemen Porträtfotografie, Landschaftsfotografie und Spezialtechniken näher beleuchtet. Auch hier werden die einzelnen Spielarten aufgegriffen und wieder übersichtlich auf zwei bis vier Seiten dargestellt. So z.B. innerhalb der Porträtfotografie Familien, Kinder, Aktfotografie, Gruppenfotos etc. Auf diese Weise wird die Komplexität der Themen deutlich reduziert und man kann sich die Tipps und Kniffe auch gut merken, da die Texte kurz und griffig gehalten sind.

Dieser Aufbau des Buches hat zudem den Vorteil, dass man sich für ein Projekt oder eine Fotosession gezielt durch Nachschlagen vorbereiten kann. Beispielfotos illustrieren dabei die Effekte der unterschiedlichen Techniken oder zeigen Fehler auf, die häufig im Eifer des Gefechts passieren können. So ist mir das Buch "Analog und digital fotografieren" ein wertvolles Nachschlagewerk geworden, welches nicht nur am Anfang mal durchgeblättert und dann zu Seite gelegt wird. Insgesamt also ein sehr empfehlenswertes Buch.


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