Fotoentwicklung mit RAW Dateien

Wer mit seiner Kamera RAW Dateien erzeugt, hat klare Vorteile bei der späteren Bildbearbeitung (siehe Nachtfotografie). Es gibt keine Bildverluste und die Qualität der RAW Aufnahmen ist gleichbleibend hoch. Diese Vorteile lassen sich bei der anschließenden Ausbelichtung auf Fotopapier jedoch nur begrenzt nutzen. Schuld daran sind auf den ersten Blick die Online Fotoservices, bei denen man die Fotoprodukte (z.B. Abzüge, Fotobücher etc.) bestellt. Diese Fotoservices lassen in der Regel keine RAW-Dateien für den Upload zu, schlicht aus dem Grund, dass die Daten im Fotolabor nicht verarbeitet werden können.

Der Grund dafür ist aber in den wenigsten Fällen Unwillen. Vielmehr sind die Kamerahersteller an diesem Dilemma Schuld: Jeder Hersteller legt die RAW-Daten seiner Kameras in einem anderen Dateiformat ab, darüber hinaus wird oftmals sogar zwischen Kameramodellen eines Herstellers das Format für die RAW-Daten verändert. So ist z.B. das RAW-Format der Pentax ist DL nicht identisch mit dem Format der K100D oder der K10D (zwischen letzteren beiden bestehen ebenfalls Unterschiede). Mit anderen Worten: Es existieren nahezu unendlich viele RAW-Formate auf dem Markt, ein Standard ist weit entfernt. Adobe versucht derzeit, mit dem DNG-Format (Digital Negative), ein wenig Licht in die Dunkelkammer zu bringen. Stößt dabei aber auf wenig Gegenliebe bei den Kameraherstellern, fürchten diese doch hohe Lizenzgebühren an Adobe zu zahlen.

Wenn also schon die Kamerahersteller es nicht schaffen, einen einheitlichen Standard zu schaffen, der diesen Namen verdient, ist es für die Fotolabore erst Recht unmöglich, mit den Neuentwicklungen auf dem Kameramarkt Schritt zu halten. Des Weiteren sind natürlich die Produktionsschritte "nach hinten raus" auch auf die RAW-Formate anzupassen (z.B. die Printer), so dass die Fotos auch so rauskommen würden wie vorne gewünscht. Letzten Endes ist das gar nicht zu leisten und die Fotolabore haben sich - zu Recht - auf die tatsächlichen Standards in den Dateiformaten beschränkt.

Am sichersten ist dabei, die bearbeiteten Fotos als JPG abzuspeichern. Wenn man die Kompression bei JPG auf minimal stellt und auch sonst die Abmaße beibehält, steht einem vernünftigen Ausdruck auf echtem Fotopapier eigentlich nichts mehr im Weg. Einige Anbieter unterstützen auch weitere Formate wie z.B. PNG, TIFF o.ä. Ich bin in der Vergangenheit jedenfalls mit der JPG-Methode immer gut gefahren und hatte eigentlich nie Grund, mich zu beschweren.

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"Ich liebe deutsche Land"

Was man nicht alles so im "deutschsprachigen Ausland" (Gran Canaria) so zu sehen bekommt... Da fragt man sich doch: Was ist das Dritte? Und wo kommen die Apostroph'e her? Ach, eigentlich fragt man sich gar nichts...

IMGP1303
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