GPS Geotagging: Tipps, worauf man achten sollte

March 2nd, 2010 by Florian 2 comments »

Als ich kürzlich einige meiner Fotos geotaggen wollte, fiel mir auf, dass man doch auf einige Kleinigkeiten achten sollte, um den Workflow mit Lightroom zu vereinfachen. Hier sind die Tipps.

  1. Stelle sicher, dass die Kamera in der gleichen Zeitzone eingestellt ist, wie der Geologger. Der Geologger erhält seine Zeitangaben über den Satelliten. Das nachträgliche Einstellen von Zeitzonen kann ggf. über die Geotagging Software (z.B. myTracks) vorgenommen werden, wenn es um Sommer- oder Winterzeit geht. Bei myTracks z.B. funktioniert das über die Einstellungen und bei GPSPhotoLinker geschieht das direkt im Bearbeitungsfenster.
    Zeitzonen-Einstellung bei myTracks

    Zeitzonen-Einstellung bei myTracks

    Zeitzonen-Einstellung bei GPSPhotoLinker

    Zeitzonen-Einstellung bei GPSPhotoLinker

  2. Wenn man in eine komplett andere Zeitzone gereist ist, empfiehlt sich die Umstellung der Aufnahmezeit in den Fotos. Das ist nicht nur für das Geotagging notwendig, um die Zeitstempel zu synchronisieren, sondern auch, damit man später realistische Aufnahmezeiten erhält. Sonst werden womöglich Fotos bei strahlendem Sonnenschein als um Mitternacht aufgenommen angezeigt, weil die Zeiteinstellung der Kamera auf die Heimat ausgerichtet war.
  3. Nach dem Import der Fotos sollte man zunächst vor allen anderen Bearbeitungen sich um das Geotagging kümmern und die Geokoordinaten in die EXIF-Daten schreiben lassen. Der Grund: Sowohl in Lightroom oder anderen RAW-Verwaltungen werden Bearbeitungen am Bild in eine Datenbank geschrieben, die teilweise die EXIF-Daten als Grundlage nehmen. Bearbeitet man nun in zwei Programmen (Lightroom und z.B. myTracks) die EXIF-Daten der Fotos parallel, so kann es mitunter zu Verwerfungen kommen: Bearbeitungsschritte von Lightroom müssen noch einmal durchgeführt werden. Zu verhindern wäre dies über eine aufwändige Synchronisation der XMP-Filialdaten. Aber das würde eben auch mehr Aufwand bedeuten. Daher: Erst Geotagging, dann Fotoretusche in Lightroom.

Makroaufnahmen Tulpen

February 24th, 2010 by Florian 1 comment »

Für die folgenden Makroaufnahmen verwendete ich folgende Ausrüstung:

Die Tulpen fotografierte ich ohne besonders aufgebaute Lichtverhältnisse. Ich nutzte lediglich das Tageslicht, welches von hinten bzw. von der Seite einfiel. Über die Belichtungszeit und die Montage auf dem Stativ glich ich somit mangelnde Lichtverhältnisse aus. Es empfiehlt sich, eine Spiegelvorauslösung einzuschalten, um die Erschütterungen bei der Aufnahme zu minimieren. Was mir fehlte, war ein Fernauslöser. Dieser hätte sicherlich sehr dazu beigetragen, die Fotos noch etwas schärfer abzubilden. So behalf ich mir mit dem 2-Sekunden Selbstauslöser der Kamera, der gleichzeitig mit Spiegelvorauslösung arbeitete.

Test: Manfrotto Kugelkopf Mini 494RC2

February 24th, 2010 by Florian 1 comment »

Der Manfrotto Kugelkopf 494RC2 ist ein kleiner, kompakter Stativkugelkopf, welcher auch auf kleinere Objektive, wie z.B. dem Joby GorillaPod SLR-Zoom passt. Aus diesem Grunde hatte ich mich vor einiger Zeit auf die Suche nach einem Kugelkopf gemacht, welches auch über eine Schnellspannplatte verfügt. Das ewige Geschraube am GorillaPod mit der Kamera ist auf Dauer nämlich nicht nur nervig gewesen, sondern auch umständlich und zeitraubend, wenn es um die schnelle Rüstzeit ging.

Nach einiger Recherche bin ich dann auf das Manfrotto 494RC2 gekommen. Dieses bietet neben der Schnellspannplatte auch noch eine weitere Schraube für die Friktion. Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich der Kugelkopf weiter stabilisieren, so dass auch sehr schwere Kameras / Objektive getragen werden können.

Die Verarbeitung des Manfrotto 494RC2 ist so gut, wie man das von Manfrotto gewohnt ist: Sehr solide und wertig. Der Kugelkopf arbeitet präzise und hält auch schwere Kamera-Objektiv-Kombinationen. Mit Hilfe einer Adapterschraube von 3/8 auf 1/4 lässt sich das Manfrotto 494RC2 hervorragend an das Joby GorillaPod SLR-Zoom anschließen. Das GorillaPod SLR-Zoom hält inkl. des Manfrotto Kugelkopfs auch eine recht schwere Pentax K100 inkl. 50mm Makroobjektiv von Sigma.
Angenehm finde ich die Sicherheitsveriegelung der Schnellspannplatte. Mit Hilfe eines Stiftes, den man runterdrücken muss wird die Schnellspannung arretiert und die Kamera kann nicht durch unbeabsichtigtes Öffnen des Hebels vom Kugelkopf fallen.

Dabei ist das 494RC2 auch so gut, dass ich es ohne Weiteres auch an einem großen Stativ verwende (siehe Bild oben). Auch hier habe ich noch keine negativen Eigenschaften feststellen können.

Fazit

Das Manfrotto 494RC2 mit mitgelieferter Schnellspannplatte ist ein sehr gutes Kugelkopfgelenk für Stative. Durch seine solide Bauweise ist es vielseitig einsetzbar und genügt auch hohen Qualitätsansprüchen.

Test: Tamron SP AF 17-50 mm F2,8 LD Aspherical IF

February 22nd, 2010 by Florian 1 comment »

Tamron stellte mir freundlicherweise für einige Zeit ein Tamron SP AF 17-50mm F2,8 IF zur Verfügung, welches ich ausgiebig testen durfte. Die erste Testreihe musste ich allerdings zunächst abbrechen, da das Objektiv in einigen Brennweiten den Autofokus der Kamera nicht mehr erkannte und auch die Blendenanzeige mit “F: –” einen Fehler meldete. Über Twitter teilte mir Tamron mit, dass dies ein Kontaktfehler  ist, der im Service schnell zu beheben sei. Nach ca. einer Woche erhielt ich dann auch das Objektiv zurück und konnte mit dem Testen beginnen.

Das Tamron SP AF 17-50 mm F2,8 ist ein Standardzoom-Objektiv mit durchgehender Offenblende 2,8. Dadurch ist es auch in schwierigen Lichtverhältnissen einsetzbar. Die kleinste Blende ist F32.

Technische Daten und Ausstattung

Das Tamron SP AF 17-50mm macht einen sehr soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Das Gewicht liegt bei ca. 510 Gramm. Der Filterdurchmesser liegt bei 67mm und ist damit identisch mit dem Tamron 28-75 mm Objektiv. Ein Bildstabilisator ist im Objektiv nicht vorhanden, bei meiner Pentax wurde somit der interne Stabilisator der Kamera verwendet. Die größte Blende liegt durchgehend in allen Brennweiten bei F2,8. Dadurch ist das Tamron 17-50mm sehr lichtstark. Die Nahgrenze bei der längsten Brennweite soll lt. Stiftung Warentest bei 257 mm liegen.

Handhabung des Tamron SP AF 17-50 mm

Das Tamron SP AF 17-50 mm liegt gut in der Hand und hat einen angenehmen “Dreh” bei den Brennweiten. Die Brennweite lässt sich flüssig einstellen, nichtst hakelt oder ist zu leichtgängig, dass man über die gewünschte Brennweite hinaus dreht. Die Mechanik hat kein unangenehmes Spiel, sondern ist sehr direkt.

Der Autofokus ist sehr schnell und auch sehr präzise. So lassen sich auch bewegte Motive gut erfassen. Durch die Lichtstärke sind die Belichtungszeiten auch bei etwas schlechteren Lichtverhältnisse noch ganz passabel.

Abbildungsqualität und Abbildungsschärfe

Die Abbildungsqualität ist in meinen Augen sehr gut. Es gibt keine verwaschenen Bereiche, wie es oftmals bei sehr großen Zoom-Bereichen (z.B. 18-200 mm) vorkommt. Chromatische Aberationen, also Farbsäume an Hell-Dunkel-Übergängen oder unscharfe und dunstige Bildbereiche konnte ich während der Testphase des Tamron SP AF 17-50 mm F2,8 nicht feststellen.

Das Tamron SP AF 17-50 mm verzerrt im unteren Brennweitenbereich von 17 mm ganz leicht die Motive. Dies ist allerdings aus meiner Sicht nicht wirklich störend, es sei denn, man hält nach diesen Verzerrungen Ausschau, wie ich das beim Testen gemacht habe. Im Alltagsbetrieb sind mir die Verzerrungen nicht aufgefallen.

Erfreulich ist auch, dass das Tamron SP AF 17-50 mm keinen Randlichtabfall aufweist. Dieser äußert sich darin, dass bei gleichmäßig hellen Motiven (z.B. Himmel oder Hintergründe) die Ecken dunkler ausbelichtet werden als der Rest des Motivs.

Fazit

Das Tamron SP AF 17-50 mm F2,8 ist ein gutes Standardzoom-Objektiv, welches durch die große Offenblende von F2,8 auch in schwierigen Lichtverhältnissen zu überzeugen versteht. Der relativ günstige Preis von ca. 340 EUR macht es zu einer Kaufempfehlung. Allerdings: Die meisten Digitalen Spiegelreflexkameras enthalten heute beim Kauf meist ein sog. Kit-Objektiv, welches in der Regel einen Brennweitenbereich von 18-55 mm abdeckt. Dieses muss nicht schlechter sein als das Tamron SP AF 17-50 mm. Meist ist es nur ein wenig lichtschwächer, da die Kit-Objektive eine Lichtstärke von F3,5 bis F5,6 haben. Man sollte sich also überlegen, ob die durchgehend hohe Lichtstärke ein Kaufargument ist, wenn man bereits ein Kitobjektiv sein eigen nennt.

Pentax K-x in verschiedenen Farben

February 17th, 2010 by Florian 1 comment »

Pentax goes Farbvielfalt bei der Pentax K-x. Wie Pentax diese Woche angekündigt hat, wird es die DSLR K-x in acht weiteren verschiedenen Farben geben. Die Auflage ist limitiert und die Kamera wird mit dem schwarzen Kit-Objektiv 18-55 mm ausgeliefert. Folgende Farben sind ab März/April erhältlich:

  • Beige
  • Hellbraun
  • Schokolade
  • Metall Fuchsia
  • Metall Türkis
  • Metall Dunkelgrau
  • Olive grün
  • Pink

Zu den Leistungsmerkmalen der Kamera gehört:

  • 12 Megapixelsensor
  • HD-Video Funktion
  • Live View
  • Besonders kleines und kompaktes Gehäuse
  • Kameraintegrierte Shake Reduction für alle Objektive

Aus meiner Sicht eine witzige Idee für die Lifestlye-orientierte Kundschaft. Ich bin gespannt, wie sich die Absatzzahlen entwickeln und ob man demnächst tatsächlich auch Leute trifft, die mit diesem bunten Gerät durch die Gegend laufen. Ich persönlich halte es lieber schlicht schwarz. So wie ich meinen iPod übrigens auch gekauft habe. ;)